Scar Symmetry - Pitch Black Progress - Cover
Große Ansicht

Scar Symmetry Pitch Black Progress


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Was für eine geile Idee haben sich denn Scar Symmetry da einfallen lassen? Gut, der Genreverweis auf „melodischen Death Metal“ klingt nicht gerade so, als hätten Christian Älvestam (Gesang), Jonas Kjellgren (Gitarre), Per Nilsson (Gitarre), Kenneth Seil (Bass) und Henrik Ohlsson (Schlagzeug) das Rad neu erfunden, innovativ ist der Sound des Fünfers aber allemal. Da mischen sich Death-Metal-Growls mit gut gelaunten Metal-Riffs und chartkompatiblen, klar gesungenen Refrains, während im Hintergrund die Post abgeht. Bereits der Opener „The illusionist“ fegt nach einem Streicherintro durch die Boxen und lädt zum ekstatischen Headbangen ein.

Immer wieder wechseln sich knüppelharte Passagen mit stadiontauglichen Hymnen in erschreckend eingängiger, aber durchwegs heftiger Manier ab, dass z.B. bei „Mind machine“ schon überlegt wird, wie gut das nicht zur Auflockerung eines laschen Radioprogramms passen würde. Nach dem Titeltrack werden bei „Calculate the apocalypse“ derartige Einfälle sofort wieder in alle Winde zerstreut, da es den Moderator bei diesem Stück mit ziemlicher Sicherheit vom Stuhl kippen würde, denn wenn ein Track auf „Pitch black progress“ abgeht dann dieser. Dabei ist es nicht einmal der Anfang, der mit unbändigem Tempo aus den Lautsprechern prügelt, sondern vielmehr das anschließende Wechselspiel aus Growls und fiepender Melodie, die den Mund anfänglich einmal offen stehen lässt. Im Nachhinein erklingen weiteres Mal die popigen Elemente, ein Knaller bleibt der Song dennoch.

Die folgenden Stücke schaffen es zwar nicht mehr diese Klasse zu erreichen, gefallen durch ihre melodischen Spielereien mit dem Death-Metal-Genre aber weiterhin. Ein wenig kürzer hätten manche Tracks im Endeffekt aber schon ausfallen können, wodurch sich bei dem einen oder anderen Stück kürzere Anflüge von Langeweile nicht verbergen lassen. Alles in allem ist „Pitch black progress“ ein munteres, aufgewecktes und bombastisches Death-Metal-Album, das sich selbst nicht allzu ernst nimmt und gerne Britney Spears heiraten würde, sich dann aber doch selbst treu bleibt.

Anspieltipps:

  • Retaliator
  • Abstracted
  • The Illusionist
  • Calculate The Apocalypse
Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Scar Symmetry“
comments powered by Disqus