G. Love - Lemonade - Cover
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G. Love Lemonade


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit zehn Monaten Verspätung kommt nun auch bei uns das neue (siebte) Studioalbum, „Lemonade“, von Garrett Dutton alias G. Love auf den Markt. Auch im 13. Karrierejahr bleibt der 34jährige Sänger und Songschreiber aus Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania seinem selbsterfundenen „Indie-Blues-Folk-HipHop-Rap-Funk-Soul“-Stil treu und liefert 14 frische, aber jederzeit gut abgehangen klingende Tracks ab.

Neben seiner alten Band Special Sauce wird G. Love diesmal von einer ganzen Gaststararmada begleitet. So gibt es u.a. Kollaborationen mit Singer/Songwriter Ben Harper, David Hidalgo von Los Lobos, seinem Freund und Label-Chef Jack Johnson, Marc Broussard, den Rappen von Blackalicious, sowie Ex-Label-Kollege Donavon Frankenreiter. Das Cover ist nach den düsteren Farben des Vorgängers „The Hustle“ (04/2005) als quietschgelbe Zitrone gestaltet, um den ungewöhnlichen Titel auch optisch zu unterstützen. Wie hoch in diesem Fall die Faktoren Spaß und Ernsthaftigkeit einzuschätzen sind, muss jeder für sich entscheiden. G. Love sinniert jedenfalls ganz cool darüber, wie seine Leidenschaft zur Limonade entstanden ist („Ohne Limonade kann ich keine Songs schreiben“) und begründet damit, warum er sein neues Werk (dessen Namen G. Love schon seit Jahren als Tattoo unter der Haut trägt) nach der durstlöschenden Muse benannt hat.

Auf irgendeine Art spannend oder gar mitreißend ist das leider nicht. Deshalb sollte der Hörer für „Lemonade“ einigermaßen ausgeschlafen sein, denn G. Love zeigt sich auf dem Album nicht gerade als entfesseltes Stimmungswunder, sondern mehr wie ein durch überhöhten Dope-Konsum gebremster Beatnick. Mit maximaler Coolness und bedächtigen Grooves, die fast durchgehend in derselben Tonart verharren und allein dadurch etwas einschläfernd wirken, schlurft, schrammelt, trötet und sprech-singt Mr. Dutton nebst prominenter Begleitung gut eine Stunde lang, ohne dass wirklich etwas Herausragendes dabei herauskommt. Im Prinzip sind es nur einzelne Passagen, die herausstechen, sei es ein besonderes Gitarrenlick oder ein gelungenes Orgelsolo. Das erinnert am Ende sogar an die Fun Lovin’ Criminals. Und die bekommen seit Jahren kein Bein mehr auf den Boden. Schade drum. Aber mehr als eine bierselige Sommer-Grillparty lässt sich damit nicht beschallen.

Anspieltipps:

  • Ride
  • Rainbow
  • Hot cookin’
  • Still hangin’ around
  • Can’t go back to Jersey
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