Groove Coverage - 21st Century - Cover
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Groove Coverage 21st Century


  • Label: Zeitgeist/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Erfolgsrezept hinter dem bayrischen Act Groove Coverage ist derzeit so gängig wie simpel: Ein DJ, in diesem Falle DJ Novus, schließt sich mit einem weiblichen Gegenpart (bei Groove Coverage die zwei Sängerinnen Melanie Münch und Verena Rehm) zusammen, schreibt eingängige, leicht zu merkende Texte oder fabriziert Cover-Versionen und unterlegt das Ganze mit Samples und Techno-Bässen für die Stammklientel. Daraus sind dann schon ein paar nette, kurzweilige Singles wie „Moonlight shadow“, „God is a girl“ oder „Poison“ entstanden, die auch mit den dazugehörigen Alben „Covergirl“ und „7 years and 50 days“ kommerziellen Erfolg hatten, sodass 2005 sogar ein Best-Of auf den Markt kam.

Das dritte Album „21st century“ weicht von dem bisherigen Klangspektrum nicht ab und offenbart Stücke mit harten Beats und dröhnendem Bass („Summer rain“, „Indonesia“, „Let it be“), Partytracks mit Singalong-Refrains („21st century“, „Holy virgin“, „When I die“), ruhige Downtemposongs („Never ever Stopp“, „Call me“, „November night“, „When love lies in heaven“, „Moonlight shadow“), langsam gehaltene Tracks mit technoider Untermalung („Angel from above“, „On the radio“, „Rock“) oder dieses Mal auch ein Cover eines bereits tanzhallenerprobten Songs wie „What you c is what you get“.

Diese Vielzahl an Unterscheidungen erwecken zwar den Eindruck von Abwechslung und Vielfalt, täuschen aber letztendlich nur über die spannungsarmen Inhalte der einzelnen Stücke hinweg auch wenn bekannte Melodien wie „Fata morgana“ von EAV („Holy virgin“), „Mann im Mond“ von Die Prinzen („On the radio“) oder „21st century digital boy“ von Bad Religion („21st century digital girl“) verwurstet werden. Besonders ärmlich sind komplette Eigenkompositionen, die sich nur durch die Bedienung sämtlicher Klischees wie Streicher, Klavier oder pathetischen Gesang am Leben erhalten. Eines kann „21st century“ dennoch zu Gute gehalten werden: Der Song „Let it be“ orientiert sich glücklicherweise nur dem Titel nach an dem Beatles-Klassiker. Noch einmal Glück gehabt!

Anspieltipps:

  • Holy Virgin
  • Angel From Above
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