Curse - Einblick Zurück: Mixtape Classic Cuts 1996-2006 - Cover
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Curse Einblick Zurück: Mixtape Classic Cuts 1996-2006


  • Label: Subword/SonyBMG
  • Laufzeit: 78 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Curse zieht nach vier Alben Bilanz und fasst zehn Jahre seiner persönlichen HipHop-Geschichte auf einem „Best Of“-Mixtape zusammen.

Michael Kurth alias Curse zieht nach vier Alben Bilanz und fasst zehn Jahre seiner persönlichen HipHop-Geschichte auf einem „Best Of“-Mixtape in knapp 80 Minuten zusammen. Er gewährt einen 41 (!) Tracks umfassenden Einblick in sein Schaffen, mit Gast-Features von Max Herre, Azad, Wu-Tang Clan, Xavier Naidoo, GZA, Plattenpapzt, J-Luv, den Stieber Twins und noch einigen mehr.

Mit „Einblick zurück: Mixtape Classic Cuts 1996 - 2006“ kommen sowohl Fans, als auch Quereinsteiger auf ihre Kosten. Denn neben allen bekannten Hits gibt es jede Menge rare Songs, B-Seiten, sowie verstreute Hosts und Features. Dass bei der Masse an Tunes die 90-Sekunden-Marke oft nur knapp überschritten wird, dürfte auf der Hand liegen. Die Folge ist eine relativ hektische Abfolge der Tracks, die von Kool DJ GQ und DJ Kitsune in einen freshen Mixtape-Flow gemischt wurden.

Dennoch sollte der Hörer merken, dass Curse nicht in eine Reihe mit sogenannten bzw. selbsternannten Gangsta-Rappern wie Bushido, Fler und Eko Fresh gestellt werden kann. Er macht zwar auch hin und wieder auf Dicke Hose und flowt auf Explicit Lyrics, aber Gewaltverherrlichung und Frauenfeindlichkeiten sind kein Standard bei dem MC aus Minden. Curse-Texte bestehen vielmehr aus interessanten Geschichten direkt aus dem Leben, die zum Zuhören und Nachdenken einladen und nichts mit Schwachsinn der Marke „in die Fresse schießen“, „200 Euro Scheine verbrennen“ und „ich ficke deine Mutter“ zu tun haben. Damit unterscheidet er sich deutlich (und wohltuend!) von den Top-5-Bravo-Rappern, die eh nur auf schnelle Kasse aus sind und die Kids für dumm verkaufen.

Curse’ Meinung über Diss-Tiraden und oben genannten Kinderkram macht er eindrucksvoll im Track „Rap“ vom 2003er Album „Innere Sicherheit“ deutlich. Aber nicht nur der Text hat es in sich. Curse zeigt in diesen vier Minuten mal eben, dass er technisch absolut erste Klasse ist und mit seinen vielseitigen Raps diverse „Aggros“ und „gute Jungen“ in die Tasche steckt. Ganz klar: Curse steht für intelligenten Rap, der Old-School-Elemente („Unfuckwitable“) genauso verarbeitet wie poppigen Stuff („Wenn ich schon Kinder hätte – Feat. Xavier Naidoo“). Mit dieser Vielseitigkeit spielt die Zeit für ihn. Und das weiß Curse auch. Denn im 41. und letzten Track auf „Einblick zurück“ lautet die Ansage unmissverständlich: „Ich fang grad erst an“. Hoffentlich!

Anspieltipps:

  • Rap
  • Careful
  • Hand hoch
  • Wahre Liebe
  • Scheiss auf Curse
  • Und was ist jetzt?
  • Ich fange grad erst an
  • Nichts wird mehr so sein wie es war
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