Soundtrack - The Fast And The Furious: Tokyo Drift: Original Score - Cover
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Soundtrack The Fast And The Furious: Tokyo Drift: Original Score


  • Label: Colosseum/Rough Trade
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dreimal „Fast and the furious“, dreimal ein anderer Regisseur, dreimal nahezu eine andere Besetzung (nur Paul Walker tritt in Teil 1 und 2 auf). Was mit Rob Cohens rasanten Streifen begann und beinahe das Vierfache der Produktionskosten an den Kinokassen einspielte, drohte mit dem uninspirierten Aufguss „2 Fast 2 Furious“ wieder in der Versenkung zu verschwinden. Nicht nur, dass Vin Diesel nicht mehr dabei war, sondern Cohen-Ersatz John Singleton setzte dem Publikum eine lahme 1:1 Kopie des Vorgängers vor, bei der selbst die Autostunts einfach keinen Spaß mehr machten und von tiefgründiger Story konnte schon beim ersten Teil nicht die Rede sein.

Um bei der zweiten Fortsetzung keinen gröberen Blechschaden zu erleiden, wurden einige Ideen des Films aufgemotzt. Das Resultat läuft nun unter dem Namen „Tokyo Drift“ in den Kinos an und verspricht durch das veränderte Grundprinzip ein wenig Frischluft in das angestaubte Konzept zu bringen. Shaun Boswell (Lucas Black) schrottet bei einem illegalen Rennen sein Auto und verletzt sich. Seine Mutter (Lynda Boyd) schickt ihn daraufhin nach Tokyo zu ihrem Ex-Mann (Brian Goodman), einem Major der US Navy. Dort dauert es allerdings nicht lange bis Shaun wieder hinter dem Steuer eines getunten PS-Boliden sitzt, wahnwitzige Herausforderungen annimmt und bei durchgetretenem Gaspedal um Kurven herum oder Parkhausrampen hinauf schlittert, womit das sogenannte „Driften“ auch die größte Neuerung darstellt.

Musikalisch werden die Szenen des Films (vor allem die „Drifts“) durch den fetzigen Score von Brian Tyler untermalt, der bereits bei „Constantine“ oder „Godsend“ für die richtige Stimmung sorgte. Wie bei seinen anderen Werken gibt es auch bei „Tokyo Drift“ viele kurze Tracks, die zwar zur jeweiligen Situation im Kino passen, gesondert davon auf CD aber zum größten Teil eher Gleichgültigkeit auslösen. So überrascht es nicht, dass die zwei längsten Stücke („The fast and the furious: Tokyo Drift“ und „Symphonic togue“) für den Hörer am interessantesten sind, da diese durch einen gut durchdachten Spannungsbogen mit bombastisch orchestralen, rockigen und elektronischen Elementen überzeugen.

Ab und zu schleichen sich kleine Themen oder wiederkehrende Passagen ein, die für gezielte Déjá-vu-Erlebnisse sorgen und dem Ganzen einen ungefähren, wenn auch sehr losen, Rahmen geben. Was das Vergnügen dann schlussendlich trübt sind die kurzen, überleitungsähnlichen Stücke, die getrost beiseite gelassen hätten können, denn diese führen dazu dass aufgrund des recht hohen Tempo des Soundtracks dieselbe Reizüberflutung eintritt wie bei vielen Szenen der Filme und die Tatsache, dass sich die Musik stellenweise stark an anderen gängigen Raserfilmen orientiert. Daran kann auch nichts Ex-Guns´n´Roses Gitarrist Slash ändern, der für die Gitarrenparts Brian Tyler zur Seite stand und sogar einen Track mitkomponierte („Welcome to Tokyo“). Unterm Strich ist „The fast and the furious: Tokyo Drift” aber solide, fetzige Filmmusik, die nicht nur Fans der Filme oder der „Need for Speed”-Computerspielreihe interessieren könnte, sondern auch all denen zu empfehlen ist, die mit rein klassisch gehaltenen Soundtracks nichts anfangen können und es gerne ein bisschen flotter haben.

Anspieltipps:

  • Megaton
  • DK vs. Han
  • Mustang Nismo
  • Symphonic Togue
  • The Fast And The Furious: Tokyo Drift
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