St. Thomas - There´s Only One Of Me - Cover
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St. Thomas There´s Only One Of Me


  • Label: Make My Day/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, entstanden in allerbester DIY-Manier. Rein akustisch, quasi im Alleingang für ’n Appel und ’n Ei aufgenommen und auf dem eigenen Label herausgebracht. Lediglich das Mastering kostete ein wenig Geld. Und im Studio halfen, wenn es nötig war, Petter Pogo am Bass und Alexander Lindbäck am Schlagzeug aus. Ansonsten hören wir auf „There’s Only One Of Me“ Saint Thomas pur, ungekünstelt und ohne Kompromisse.

Der Singer/Songwriter brachte „There’s Only One Of Me“, sein inzwischen sechstes Album, bereits im August 2006 in seiner norwegischen Heimat auf den Markt. Dort stieß das introvertierte Werk aber nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe, was den Künstler noch immer ärgert („Fuck Norway who slaughtered the album. People in other, bigger countries understands the tales of a confused and restless soul”). Zuvor war Thomas Hansen, wie Saint Thomas mit bürgerlichem Namen heißt, für zwei Monate in einer Reha-Klinik, um von seiner Tablettensucht wegzukommen.

Der böse Dämon „Drogensucht“ ist interessanterweise kaum in den Grundtenor der 14 Songs eingeflossen. Bei einigen Stücken geht es vielmehr richtig fröhlich (man höre exemplarisch den Titelsong) und grundsätzlich sehr persönlich zu („After the show“, „My morning“). Dabei klingt der Norweger immer noch sehr gerne wie der kanadische Altmeister Neil Young („Into your deep“), während er überzeugend den Außenseiter gibt („The dinner party“).

Das ist prinzipiell total okay, doch am Ende leidet das Album darunter, dass sich viele Songs einfach zu ähnlich anhören und aus dem minimalistischen Gitarre-Bass-Drums-Sound nur wenig Vielfalt herausgeholt wird. Deshalb zählt „There’s Only One Of Me“ auch nicht zu den herausragenden Werk von Saint Thomas, der sich evtl. etwas zu sehr darauf versteift, „independent“ zu sein.

Anspieltipps:

  • Your hotel
  • The present
  • Only yourself
  • Into your deep
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