Gotthard - Made In Switzerland: Live In Zürich - Cover
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Gotthard Made In Switzerland: Live In Zürich


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 78 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Gotthard kommen aus der Schweiz und präsentieren ihren Fans mit dem CD/DVD-Package „Made in Switzerland – Live in Zürich“ einen Mitschnitt aus dem Züricher Hallenstadion von ihrer „Lipservice“-Tour 2005, bei dem unter dem grob geschätzt vorrangigem Schweizer Publikum eine beachtliche Mörderstimmung herrscht, sodass bedauernswert ist, dass den Rezensenten zur Bewertung nur der Silberling ohne bewegte Bilder erreicht hat. Aufgrund dessen wird sich die vorliegende Kritik auf den Audio-Inhalt beschränken.

Steve Lee (Gesang), Leo Leoni (Gitarre), Marc Lynn (Bass), Hena Habegger (Schlagzeug) und Freddy Scherer, der, nachdem Gitarristen Mandy Meyer zu seiner Anfangsband Krokus zurückgekehrt ist, bei Gotthard eingesprungen ist, zählen, unter Berücksichtigung der Verkaufszahlen, neben eben genannter Band zu der rockigsten Versuchung seit der Hardrock in der Schweiz Fuß gefasst hat. Die über 2 Millionen verkauften Platten, die sie seit ihrer Gründung 1990 abgesetzt haben, wanderten zu gut einer Hälfte über die nationalen Ladentische (jeder 7. Schweizer besitzt demnach statistisch gesehen ein Album von Gotthard) und ein Dreifach-Platin-Album („Homerun“), mehrere in Doppel-Platin („Human zoo“, „One life one soul“, „Open“, „D-Frosted“) oder Platin („Gotthard“, „Dial hard“, „G.“, „One team one spirit“, „Lipservice“) waren die Folge.

Die logische Konsequenz war nun ein Live-Album, das natürlich dort aufgezeichnet wurde, wo der Dank der zahlreichen Anhänger am größten ist und das ist nun mal die Schweiz. Dass das Publikum bei so gut wie jedem Song, der aus der Feder des Quintetts stammt, in kreischende Euphorie ausbricht war von vornhinein klar und dass die Menge in weiterer Folge auch jeden Blödsinn der Marke „Animation“ mitmacht, ist aufgrund der charismatischen Art von Sänger Steve Lee ebenfalls beschlossene Sache. So ist nicht verwunderlich, dass Coverversionen wie „Hush“ (Deep Purple) oder „Immigrant song“ (Led Zeppelin) auf die gleiche Resonanz stoßen wie die Power-Balladen „Let it be“ und „I wonder“ oder die soliden Hardrock-Nummern wie „Mountain mama“ und „Sister moon“, obwohl die Gotthardschen Fassungen keinesfalls an die Originale heranreichen. Das war bei diesem Auftritt im Züricher Hallenstadion anscheinend Nebensache.

Die Mission von Gotthard bestand darin der Masse ein perfekt garniertes Rock-Menü vorzusetzen, das leicht bekömmlich ist und nicht allzu schwer im Abgang ist. Dadurch wird einwandfreier Stadionrock geboten, Nicht-Fans werden den Klängen allerdings nicht mehr als ein Schulterzucken entgegenzusetzen haben, da der Schmalz- und Schunkelfaktor bei den Balladen und die radiotaugliche Beliebigkeit der beinharten Rockstücke zu bierernst vorgetragen wurde und (auf CD) in beängstigender, makelloser Perfektion erklingt. Die DVD enthält neben dem Konzertmitschnitt noch ein paar Extras wie verschiedene „Making Of´s“, eine Fotogalerie und Videos zu einzelnen Singles, sodass 6 Punkte für das Gesamtpaket durchaus in Ordnung gehen.

Anspieltipps:

  • Lift U Up
  • Sister Moon
  • Mountain Mama
  • One Life, One Soul
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