The Datsuns - Smoke And Mirrors - Cover
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The Datsuns Smoke And Mirrors


  • Label: V2/Rough Trade
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der geneigte Rocker darf auch bei „Smoke And Mirrors“ unbesorgt zugreifen.

Der Trend geht scheinbar zurück in die 60er und 70er Jahre, als Alben nicht länger als 40 Minuten waren. Mittlerweile ist es für Rockalben vollkommen normal, dass die Spieldauer irgendwo zwischen 30 und 40 Minuten liegt. Aufregen tut sich darüber keiner. Vorbei also die Zeit, als Alben bis an die physikalische Schmerzgrenze aufgeblasen wurden und von 80 Minuten Musik mindestens 30 überflüssig waren. Die Neuseeländer The Datsuns haben das auch erkannt und überschaubare 38 Minuten unter dem Banner „Smoke And Mirros“ eingespielt.

Gestartet war die Band vor vier Jahren mit ihrem furiosen, selbstbetitelten Debütalbum, das zur damaligen Zeit perfekt in die aufkeimende Retrowelle des zünftigen Garagenrock passte. Ihr Zweitwerk „Outta Sight/Outta Mind“ hatte dann schon beinahe hellseherische Züge, denn mit dem von John Paul Jones (Led Zeppelin) produzierten Werk waren The Datsuns wieder aus dem Sinn und fast vergessen. Diesen verlorengegangenen Boden wollen Dolf de Datsun (Gesang und Bass), Christian Datsun (Gitarre), Phil Datsun (Gitarre) und Matt Datsun (Drums) mit Album Nummer drei, „Smoke And Mirrors“, wieder gutmachen. Dazu verzichteten sie auf einen externen Produzenten, was sich leider im etwas matten Klang widerspiegelt. Zudem hat die Kompositionskunst der vier Neuseeländer schon weitaus größere Sternstunden erlebt.

Dennoch sind mindestens fünf bis sechs Songs auf dem Album enthalten, die weit über dem Durchschnitt regieren und zeigen, dass The Datsuns noch immer eine ganze Menge von rotzigem Garagenrock verstehen. Ein Griff in die Retro-Kiste und herauskommen treibende Hardrocksongs mit einer über allem schwebenden Hammondorgel („Who are you stamping your foot on?”) oder von einer atmosphärischen Slide-Gitarre bestimmte Stücke mit weiblichem Chorgesang („All aboard“). Das ist schon mächtig cool und ganz weit vorne. Nur haben sich halt auch ein paar etwas schwächere Songs eingeschlichen („System overload“, „Waiting for your time to come“, „Too little fire“), die den eigentlich guten Eindruck etwas schmälern. Doch hier handelt es sich nur um Nuancen. Deshalb darf der geneigte Rocker auch bei „Smoke And Mirrors“ unbesorgt zugreifen.

Anspieltipps:

  • Blood red
  • All aboard
  • Stuck here for days
  • Maximum heartbreak
  • Emperor’s new clothes
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