All Shall Perish - The Price Of Existence - Cover
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All Shall Perish The Price Of Existence


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Kalifornier von All Shall Perish bewegen sich mit ihrem zweiten Werk „The price of existence“ einen Schritt weiter in die neue Generation des modernen Metal. Darunter zu verstehen ist die Verschmelzung von mehreren Stilen, in diesem Falle thrashiger Metal, der mit Elementen des Hardcore versetzt wird und durch derbe Shouts, Death-Metal Growls und einer postapokalyptischen Produktion dem Hörer die Socken auszieht. Dadurch wirken Hernan Hermida (Gesang), Ben Orum (Gitarre), Chris Storey (Gitarre), Mike Tiner (Bass) und Matt Kuykendall (Schlagzeug) dem derzeitigen Metalcore-Boom mit einem fiesen Brett nach dem anderen entgegen, verzichten mit Ausnahme von „Interlude“ und „The last relapse“ auf süßliche Parts und ersticken Melodien, sofern sie denn kurz erklingen, im Keim und lassen vielmehr die Double-Bassdrum und Heavy Metal-Gitarren sprechen.

Verglichen werden kann der kompromisslose Sound des Quintetts mit der aus Münster stammenden Band Neaera, wobei All Shall Perish auf harmonischen Einklang verzichten und mit der ultra-brutalen Death Metal-Kombo Cannibal Corpse, von denen sie sich die eingebauten Rhythmuswechsel abgeschaut haben, obwohl diese bei „The price of existence“ nicht in der gleichen Häufigkeit auftreten wie bei den New Yorker Chefmetzgern, was dem Ablauf der Songs sehr zu gute kommt. In diesem Maße röhrt, grunzt, schreit, quiekt und brüllt sich Frontsau Hernan durch elf Tracks, während seine Mitstreiter wie die Axt im Wald alles niederholzen, was sich ihnen in den Weg stellt.

Auffällig ist allerdings der Versuch, nach „Prisoner of war“ den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, was zwar anfangs befremdlich wirkt und das Klangbild stört, aber wahrscheinlich wollen die Jungs damit zeigen, dass sie sich nicht auf reine Death Metal-lastige Strukturen beschränken wollen, sondern eine vielseitige Truppe sind, die Klavier und Streicher ebenso gut in einem Track dieses Genres unterbringen können. Und wenn das Ganze in ein derartiges Gewitter mit Trommelhagel und Rifftornado wie bei „The last relapse“ hinausläuft, schadet es letztendlich niemanden, sondern fördert lediglich die blauen Flecken im Moshpit und genauso gehört sich das auch.

Anspieltipps:

  • Day Of Justice
  • The True Beast
  • Prisoner Of War
  • The Last Relapse
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