Rod Stewart - Still The Same: Great Rock Classics Of Our Time - Cover
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Rod Stewart Still The Same: Great Rock Classics Of Our Time


  • Label: J Records/SonyBMG
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Onkel Roderick ist nach 40 Jahren im Business ein ausgemachter Fuchs!

„Still The Same…” – welch wunderbar treffender Titel für das neue Rod-Stewart-Album. Denn wieder mal hat sich der gute Rod einen Berg alter Hits und Klassiker geschnappt und als retrospektives Album eingesungen. Das treibt der Bursche nun schon seit einigen Jahren so, nämlich seit er 2002 die „Great American Songbook”-Reihe ins Leben rief, die Jazz- und Swing-Standards neu interpretierte. Von den akkurat im Jahresrhythmus veröffentlichten Alben konnten weltweit mehr als 15 Millionen Einheiten abgesetzt werden. Doch mit Teil vier, „Thanks For The Memory“ (2005), war gleichwohl des immensen Erfolges (vor allem in den USA gingen die Platten wie geschnitten Brot über die Ladentheken) Schluss mit Frank Sinatra light.

Onkel Roderick ist nach über 40 Jahren im Business natürlich ein ausgemachter Fuchs und führt, quasi durch die Hintertür, auch auf seinem neuen Werk das Erfolgskonzept auf ähnliche Art und Weise weiter. Und zwar sind es jetzt „Great Rock Classics Of Our Time“, die sich der Engländer zusammen mit Produzent John Shanks (Michelle Branch, Sheryl Crow, Bon Jovi, Ashlee Simpson, Melissa Etheridge) bestimmt nicht zum letzten Mal vorgenommen hat. Denn garantiert wird auch aus dieser Idee eine kleine Serie, wenn „Still The Same...“ ähnlich gut ankommt wie „The Great American Songbook I - IV“. Wetten!?

Tatsächlich ist es schon acht Jahre her, dass Rod Stewart ein Rockalbum eingesungen hat. Somit scheint der 61-Jährige mit dieser Veröffentlichung zu seinen Wurzeln zurückkehren zu wollen, die in den frühen Sechzigern/Siebzigern bei Bands wie der Jeff Beck Group und den Small Faces liegen. Allerdings ist die Bezeichnung „Rockmusik“ im Zusammenhang mit den 13 hier dargebotenen Songs relativ zu sehen. Denn es handelt sich vielmehr um glattgebügeltes, poppiges MOR/AOR-Material, das Hunderte von Radiostationen auf dieser Welt tagtäglich rauf und runter spielen. Das soll nicht heißen, dass diese Songs schlecht sind – das ganz bestimmt nicht! – sie werden den geneigten Hörer aber auch nicht vor Begeisterung vom Hocker hauen, nur weil Rod Stewart die in ihren ursprünglichen Strukturen belassenen Lieder (Motto: Bloß keine Experimente!) mit seiner markanten Reibeisenstimme, die nach einer Krebsoperation an Feuer eingebüßt hat, interpretiert.

So herrscht für eine Dreiviertelstunde gepflegte Langeweile, wenn „Still The Same…” ein Wiederhören mit ollen Kamellen u.a. von Bob Dylan („If not for you“), Van Morrison („Crazy love“), Bob Seger („Still the same“), Cat Stevens („Father and son“), Bonnie Tyler („It’s a heartache“), Badfinger („Day after day“), John Fogerty („Have you ever seen the rain“) und den Pretenders („I’ll stand by you“) abspult. Eine laue Vorstellung, die sich nur mit einem Rod-Stewart-Gedächtnisbonuspunkt in den Durchschnitt rettet.

Anspieltipps:

  • If not for you
  • Father & Son
  • I’ll stand by you
  • Everything I own
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