The Storys - The Storys - Cover
Große Ansicht

The Storys The Storys


  • Label: Korova/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Storys sind nicht etwa eine neue Emo- oder Metalcore-Kombo wie Bullet For My Valentine oder Funeral For A Friend, die aus England zu uns rübergeschwappt ist. Nein, Steve Balsamo (Gesang, Gitarre), Andy Collins (Gesang, Bass), Dai Smith (Gesang, Gitarre), Rob Thompson (Gesang, Gitarre), Brian Thomas (Schlagzeug, Perkussion) und Alan Thomas (Keyboard, Mandoline, Banjo) orientieren sich ganz und gar an für heutige Kids langweiligen Bands wie Fleetwood Mac, Crosby Stills Nash & Young, Wilco, Grandaddy oder den Beatles und finden, dass sie in ihrer Vollendung wie die Eagles klingen und zwar so als hätten diese harmonische Mörder-Balladen mit einem walisischen Einschlag geschrieben. Hört sich alles äußerst komisch an, ist es aber nicht.

In der Tat sind The Storys nämlich nicht das nächste große Ding aus England, das sich nur besonders hip zu stylen braucht um Erfolg zu haben oder glaubwürdig zu wirken, sondern die sechs aus Südwales stammenden Musiker bevorzugen erdigen Rock mit zärtlichen Country-Einflüssen und mehrstimmigem Gesang, der von der ersten Minute an, sofern denn eine gewisse Vorliebe für diese Musik vorhanden ist, ins Herz geschlossen wird. Sei es die erste Single „Be by your side“, in der sich der Gesang an das Ohr schmiegt wie eine streichelbedürftige Katze oder „High enough“, das Stimmungen in sich birgt, die der Hörer sofort wie ein Schwamm aufzusaugen beginnt. Zweifelsohne ist das Debüt der walisischen Band eine Angelegenheit für romantische Zweisamkeit und kuschelige, warme Winterabende unter der Decke, doch selbst das Seelenwohl wird mit den entzückenden Harmonien bestens versorgt.

Auch wenn die kurzen Textauszüge im Booklet („Only you can save me from the storm“ aus „Be by your side“ oder „Let´s drive to a place where your name could be mine forever“ aus „Save me“) oder diverse Passagen wie „Show me love, my arms are open“ (aus „Journey´s end) einen enorm hohen Kitschfaktor vermuten lassen, so sind es letztendlich die Songwriter-Qualitäten aller (mit Ausnahme von Alan und Brian Thomas, die an keinem Song mitgeschrieben haben), die am Schluss wirklich zählen und „The Storys“ zu einem wohligen Genuss machen, der durchaus erwachsen ist und dem man sich durch eine gelungene Abwechslung nur allzu gerne immer und immer wieder hingibt.

Anspieltipps:

  • Save Me
  • High Enough
  • Journey´s End
  • Roll Like A Stone
Neue Kritiken im Genre „Rock“
8/10

Automatic For The People (25th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „The Storys“
comments powered by Disqus