Boy Kill Boy - Civilian - Cover
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Boy Kill Boy Civilian


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Boy Kill Boy verdanken ihren Namen einem von Alkohol dominierten Abend, bei dem Sänger/Gitarrist Chris Peck einen Anwesenden missverstand, als dieser von einer Band namens Boy Called Roy berichtete. Und das sagt einiges über die unbekümmerte Musik der Briten aus. Nach einigen Anläufen in verschiedenen Bands und so manchem kühl durchgerechneten Soundschema sind Chris Peck, Kevin Chase (Bass), Peter Carr (Keyboards) sowie Shaz (Drums) als Boy Kill Boy endlich bei ihrem frei aufspielenden, von lauten Gitarren und schwelgenden Keyboards dominierten Sound angekommen, der in England schon länger die Massen verzückt.

Ihre erste Veröffentlichung war die Maxi-CD zu „Suzie“, die in limitierter Anzahl auf dem kleinen Label Fierce Panda herausgebracht wurde und ihnen den Deal mit Mercury Records einbrachte. Im Vorprogramm von Hard-Fi erspielten sich Boy Kill Boy nach und nach einen überaus positiven Ruf, den sie im Spät-Herbst bei einer kleinen Headliner-Tour durch Deutschland untermauern werden. Seitdem „Back Again“ als erste offizielle Single in den UK-Charts gleich auf Platz 26 einstieg, gibt es in der auf Hypes spezialisierten englischen Medienlandschaft kein Halten mehr. Dass diese Euphorie vollkommen gerechtfertigt ist, zeigen Boy Kill Boy auf „Civilian“ zugenüge und legen ein Debüt vor, welches auch hierzulande ausreichend Argumente für einen Höheflug bietet.

Ein bahnbrechender Auftakt ist es allemal, wenn sich der Refrain von „Back Again“ in euphorische Höhen schraubt und die Gitarren dermaßen viel Präzision an den Tag legen. Überhaupt begeistert die rhythmische Versiertheit auf voller Länge und wenn sich dann noch die wunderbare Theatralik in Chris Pecks Stimme mitsamt dicht gewobener, doch nicht überfrachteter Instrumentalparts verbindet, kann man kaum glauben, dass dies erst der Anfang gewesen sein soll. In „Suzie“ werden die ansonsten ungemein präsenten Gitarren ein wenig zurückgefahren, so dass sich die Keyboards in den Vordergrund spielen und zusammen mit einer melodischen Pracht eine wahre Hymne erschaffen.

Selbst das vermeintlich balladesk startende „Ivy Parker“ wird spätestens mit den Background-Chören und auf Solo-Pfaden spielerisch wandernden Keyboards zu einem dynamischen Herzstück der Platte. Und ja, es geht bis zum träumerischen Schlusspunkt „Shoot Me Down“ und dem mindestens genauso berührenden Hidden Track so weiter. Kein Song, der es nicht verdient hätte, genannt zu werden. Keine Hookline, die sich nicht tief im Ohr verankert und kein Grund, diese CD im Laden zurückzulassen.

Anspieltipps:

  • Back Again
  • Suzie
  • On My Own
  • Civil Sin
  • Shoot Me Down
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