DMX - Year Of The Dog... Again - Cover
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DMX Year Of The Dog... Again


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 54 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Dark Man X ist im chinesischen Sternzeichen des Hundes geboren, dessen Zyklus sich anno 2006 jährt. So watch out!

„HipHops Johnny Cash”, der Rapper zwischen Gut und Böse, ist wieder zurück. The Dark Man X startet nach drei Jahren Pause mit seinem neuen Album „Year Of The Dog Again“ durch und verspricht Großes. „2006 bedeutet einen Neuanfang für mich. Ich melde mich zurück mit einem neuen Label und einem neuen Sound.“ Nach einem „Greatest Hits“-Album und fünf Longplay-Alben, die allesamt Platz Eins der amerikanischen Charts besetzten und mehrfach Platin einholten, lastet wohl ein kleiner Erfolgsdruck auf Earl Simmons alias DMX. Doch an seinem Flow hat sich nichts geändert. Zwar hat DMX auf seinem neuen Album auch einige „Kuschellieder“, sowie „Baby Motha“ oder „Dog Love“, doch im Großen und Ganzen erzählt uns DMX wieder von der Realität auf der Straße. Er selbst sagt dazu: „Ich mache nicht Musik um ein paar Songs abzuliefern. Ich mache Musik, um mein Leben aufzuzeichnen!”

Und DMX weiß wie es ist, in Armut zu leben und die ständige Angst zu haben auf offener Straße angegriffen zu werden. Denn aufgewachsen ist Simmons bei seiner Großmutter in Baltimore, Maryland, wo er oft von seinen Mitschülern geärgert wurde. Von diesen Erfahrungen stammt wahrscheinlich auch DMXs große Wut, die sich in seinen Liedern widerspiegelt. Sein oftmals aggressiver Rapstil ist zwischen jedem Künstler herauszuhören und sein „What“, was er immer mal wieder in seinen Songs dazwischenruft, darf natürlich auch nicht fehlen. Kein anderer Rapper kann Hip Hop und Rock so ineinander verschmelzen, wie der Ruff Ryder DMX. Das beweist Earl Simmons auf seinem neuen Album mit dem Lied „Wrong Or Right (I`m Tired)“. Das Lied stellt mit der fetzigen E-Gitarre puren Rock dar und am Liebsten möchte man einfach nur Mitgrölen und seine Wut rauslassen. Glaubt mir, danach fühlt man sich direkt viel besser.

Einen richtigen Ohrwurm liefert der Song „Baby Motha“, der die R’n’B-Liebhaber unter Euch wahrscheinlich direkt an den jungen Sänger Trey Songz erinnert. Dieser hat nämlich in seinem Song „Cheat On You“ das gleiche Sample, wie DMX verwendet. Der Originalsound stammt eigentlich von dem Lied „(Let Me Put) Love On Your Mind“ von Con Funk Shun. Ein weiteres, für DMX nicht unbedingt üblich, „braves“ Lied ist „Dog Love“. Unterstützt wird Simmons dort von Amerie und Janyce. Und ich wage es kaum zu sagen, aber DMX hat mich mit der rauchigen Stimme an Ja Rule erinnert und klar, Amerie dann auch an Ashanti. Andere werden vielleicht auch an einen Aaliyah-Ersatz denken, aber ich glaube nicht, dass DMX jemals einen Ersatz für Aaliyah suchen beziehungsweise finden wird.

Die restlichen Lieder von „Year Of The Dog Again“ sind in gewohnter DMX-Manier. Aber was wäre ein DMX Album, wenn kein nachdenklicher oder religiöser Song zu finden wäre?! „Blown Away“, „Goodbye“ und „Lord Give Me A Sign“ bieten Inspiration für alle Liebhaber des nachdenklichen Storyteller-Raps. Alle drei Lieder versetzen einen in eine Art Trance-Zustand und mit dem außergewöhnlichen Sound und DMXs tiefer und nachdenklicher Stimme, schwören die Lieder Bilder hervor und lassen die Geschichte wortwörtlich vor dem eigenen Auge passieren. Nein, ich spreche hier nicht von Magie. Die Rede ist von richtig gutem HipHop, der noch etwas zu erzählen hat und nicht bloß auf Kommerz aus ist. Und das hat Earl Simmons schon immer verkörpert: die Realität. Sollte nun immer noch nicht jedem klar sein, dass „Year Of The Dog Again“ ein weiterer großer Erfolg für DMX bedeutet, sollte nur auf die Sterne achten. Denn The Dark Man X ist im chinesischen Sternzeichen des Hundes geboren, dessen Zyklus sich anno 2006 jährt. So watch out!

Anspieltipps:

  • I Run S***
  • Come Thru (Move)
  • Baby Motha
  • Dog Love
  • Wrong Or Right (I’m Tired)
  • Blown Away
  • Lord Give Me A Sign
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