Raptile - Hero Muzik - Cover
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Raptile Hero Muzik


  • Label: Subword/SonyBMG
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Kommerziell bewegt sich der Münchner Rapper Raptile durchaus in den Regionen eines Bushido. Die zwei Versionen seines letzten Longplayers „Mozez” gingen immerhin 100.000 Mal über die Ladentische. Seine Reputation in der Rap-Szene lässt dagegen schwer zu wünschen übrig. So richtig ernst nimmt den 32-Jährigen, der als einer der wenigen auf Englisch rappt, jedenfalls keiner. Da ist es auch total egal, dass er sich mit The Game, Xzibit, Redman, Young Zee, Wayne Wonder, Mercury und Labba die dicksten Features ans Revers haften kann. Addis Mussa alias Raptile will eben hoch hinaus und Amerika erobern. Mal schauen, ob es ihm mit seinem vierten Album „Hero Muzik“ gelingt.

Für „Hero Muzik“ hat Raptile, welch Überraschung, auf berühmte Gäste verzichtet und neben Nirvana, Lioness & Cronite, Sum ’N Serious und Monstablokas lediglich den US R&B Shooting Star Trey Songz geholt. Dieser trägt seine Vocals zum balladesken Track „Missin’ ur kisses“ bei. Eröffnet wird das Album durch ein Dreigestirn von Songs, die um die fragwürdige Ehre des bescheuertsten Titels des Jahres kämpfen: „Can’t stoppa“, „Neva eva“ (ist auch auf dem Soundtrack zum Game „NBA Live 07“) und „Wooowww (like me)“. Dass auch die Lyrics entsprechend sinnfrei ausgefallen sind, war fast zu erwarten. Dafür haben wenigstens die Beats einen ordentlichen Wumms – was für das gesamte Album gilt.

Die 13 Songs schreien nicht gerade vor Abwechslungsreichtum. Es wird representet bis der Arzt kommt, ab und zu ein kleiner Diss abgefeuert oder eine Kampfansage an die Konkurrenz in die Rille gestanzt. Hauptsache immer feste druff! Erst mit besagtem „Missin’ ur kisses“ nimmt Raptile etwas Dampf raus und macht zusammen mit Trey Songz auf R&B-Crooner. Dass das Stück dabei verdächtig nach Ne-Yos „So sick“ klingt – auch egal. Schließlich eifert er mit „We gon’ ride“ auch dem Sportkameraden 50 Cent nach und „Go faster“ könnte gut und gerne aus der Beat-Bude von Ersguterjunge stammen. Na ja, und dass Raptile mit der Betonung bestimmter Begriffe die Meinungen spalten kann, ist auch auf „Hero Muzik“ keine neue Entdeckung. Somit bleibt alles beim Alten im Hause Raptile.

Anspieltipps:

  • Wooowww (like me)
  • We be killin ‘em
  • We gon’ ride
  • Head high
  • Go faster
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