Masterlast - Mastery Of Self - Cover
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Masterlast Mastery Of Self


  • Label: Escapi Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei der New Yorker Metal-Band Masterlast haben mit Lizza Hasan (Gesang) und Val Glauser (Gitarre) gleich zwei Frauen das Sagen. Vielleicht dauert deshalb alles etwas länger. Überstürzt wird bei dem Quintett jedenfalls nichts, schaut man sich den bisherigen Werdegang an: Gründung 2002, Veröffentlichung einer Independent-EP zwei Jahre später, Aufnahme des Debütalbums im März 2005 in Los Angeles, Abmischen des Werks im Mai 2006 in Stockholm, Veröffentlichung von „Mastery Of Self“ Anfang Oktober 2006.

Gut Ding will offenbar Weile haben. Dennoch verwundert der zeitliche Abstand. Denn würde hinter dieser Zeittafel (es liegen allein 18 Monate zwischen den Aufnahmen und der Veröffentlichung) das Album eines Big Players der Branche stehen, keinen würde es wundern, muss doch vorher ein ausgeklügelter Marketingplan erstellt werden, damit auch jeder von der frohen Botschaft erfährt. Bei Masterlast heißt es dagegen lapidar im Waschzettel des Labels: „Marketingaspekte werden für dieses Album komplett irrelevant, sobald man in die Musik der Band eintaucht und darin versinkt“. Nun ja, so kann man sich auch aus der Affäre ziehen. Aber wir lüften nun das Geheimnis um Masterlast, die von John Macaluso (Drums), William Valentine (Bass) und C-Drike (Keyboards) vervollständigt werden.

Die New Yorker spielen melodiösen Hardrock/Heavy Metal mit leichten Industrial-Einflüssen. Sie präsentieren dabei jede Menge starke Riffs und eine ordentliche Portion Aggressivität, die aber nicht nur von den Instrumenten ausgeht. Wegweisend für den starken Auftritt von Masterlast ist nämlich Sängerin Lizza Hasan, die ein wirklich unglaubliches Organ hat. Sie röhrt so tief und räudig als wäre sie ein Kerl. In dieser Form könnte die Dame wohl auch im Death/Black Metal für Furore sorgen.

Auch wenn nicht alle Tracks das hohe Niveau der ersten vier Songs auf „Mastery Of Self“ halten können und mitunter etwas Abwechslung fehlt (ein paar fernöstliche Spielereien können einen an sich langweiligen Titel wie „Monkeys“ auch nicht retten), ist Masterlast ein streckenweise starkes Album geglückt, das neben einigen guten Songs vor allem durch einen wuchtigen Sound glänzt.

Anspieltipps:

  • Don’t
  • I ache
  • On the line
  • Wake up today
  • Run far from me
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