Omar - Sing (If You Want It) - Cover
Große Ansicht

Omar Sing (If You Want It)


  • Label: Peppermint/SPV
  • Laufzeit: 73 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor fünf Jahren veröffentlichte Omar sein letztes Album, Werk Nummer sechs ließ lange auf sich warten. Mit „Sing (If You Want It)“ endet die Wartezeit. Dabei hat Omar in der Zwischenzeit nicht auf der faulen Haut gelegen, sehr viel Zeit verbrachte er mit Touren, was ihm einen großen Fankreis in Amerika bescherte. Aber auch Musikerkollegen und -kolleginnen schwärmen von dem Sänger und Songwriter in den höchsten Tönen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es auf dem Album viele Duette zu hören gibt. Neben JC Bentley, Estelle und Angie Stone fällt das Hauptaugenmerk wohl auf Stevie Wonder, der schon seit 1992 ein großer Omar-Fan ist.

Für gewöhnlich findet man den in London geborenen Omar Lye-Fook in der Rubrik, doch darauf sollte man ihn nicht einschränken. Sei es ruhiger Funk („Feeling you“) oder R'n'B („Lay it down“), auf „Sing (If You Want It)“ werden die verschiedenen Genre aneinander gereiht oder auch gemischt und trotzdem bleibt der Omar-Charakter. Viel Einfluss hatte diesmal auch Omars Bruder Scratch Professor, der für die Beats auf dem Album verantwortlich ist. Und wieder kommt ein Stil mehr hinzu: der HipHop. Beispielsweise „Sing“ gewinnt unheimlich viel an Charakter durch den Einsatz dieser Beats, aber auch „Get it together“ oder „Stylin“ sind hier zu nennen. Außerdem geben sich Laid-Back-Balladen („I want it“) und Up-Dance-Nummern die Klinke in die Hand.

Ein Song, der vom ersten Hören an überzeugt, ist das tanzbare „It's so...“. Ebenfalls herausstechend ist das Stück „Feeling you“ mit dem bereits erwähnten Stevie Wonder; der in diesen ruhigen Funk seine ganz persönliche Note mit einfließen lässt. Entspannung ist nicht nur auf dem Album zu hören, sie fand auch während der Aufnahmen zu eben diesem statt. In den letzten Jahren hat Omar nicht nur sein eigenes Label gegründet, er kann nun auch ein Studio sein Eigen nennen. So konnte ohne Zeitdruck gearbeitet werden. Und dass diese Arbeit überaus produktiv war, zeigt sich an ganzen sechszehn Songs, die mit einer Gesamtlänge von 73 Minuten dem Longplayer wirklich alle Ehre machen.

Nicht nur für Fans hat sich das Warten gelohnt. Wenn Akustikgitarren, Streicher und HipHop-Beats aufeinander treffen, dann ist das mindestens einen Hördurchgang wert. An Kreativität mangelt es Omar nicht und wenn sich dazu noch so talentierte Musiker mit in die Produktion einbringen: umso besser.

Anspieltipps:

  • Be A Man
  • It's So
  • Feeling You
  • I Want It
Neue Kritiken im Genre „Soul“
8/10

The Spirit Of Memphis 1962 - 1976
  • 2017    
Diskutiere über „Omar“
comments powered by Disqus