Napalm Death - Smear Campaign - Cover
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Napalm Death Smear Campaign


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Napalm Death, die Urväter des Grindcore um den legendären Schreihals Barney Greenway, melden sich mit ihrer 13. Studio-Langrille „Smear Campaign“ in der Metal-Landschaft zurück. Die Platte wurde wie schon die vorangegangenen drei Outputs von Russ Russell (The Exploited, Dimmu Borgir, New Model Army) in den Waliser Foel Studios produziert, und ist der Nachfolger des 17 Monate alten „The Code Is Red… Long Live The Code” (04/2005). Auch im 25. Karrierejahr hat sich nicht wirklich etwas am Sound der Engländer verändert. Das Quintett lärmt noch immer wie die Hölle und knüppelt im Laufe eines Albums alles nieder, bis auch der letzte Widerstand versiegt.

Das einzig Experimentelle an „Smear Campaign“ ist die Kollaboration mit Anneke van Giersbergen, der Frontfrau von The Gathering. Diese darf im ungewöhnlichen Intro „Weltschmerz“ sowie im Song „In deference“ einen stimmlichen Gegenpart zum üblichen Gekeife abgeben. Allerdings hält sich van Giersbergens Performance stark in Grenzen und fällt kaum auf, so dass der Auftritt der Niederländerin wohl eher als unterstützender Marketinggag unter ehemaligen Label-Kollegen anzusehen ist.

Nachdem der Part Experimente und Gastauftritte abgehakt ist, fragt sich der Rezensent natürlich, was noch über ein Album von Napalm Death zu erzählen sein könnte. Denn sind wir mal ehrlich, abgesehen von ein paar interessanten Tempoverschleppungen, markigen Vocals und derbsten Old-School-Geschrote zwischen Death und Thrash Metal, haben die Herrschaften aus Birmingham nichts Neues zu bieten, was um Himmels Willen nicht abwertend gemeint ist. Bis heute finden sich nämlich nur wenige Bands auf dem Niveau von Napalm Death, die mit soviel Groove, Inbrunst, Können und Brachialität ihre grenzenlose Wut über Gott und die Welt herausknüppeln.

Anspieltipps:

  • Fatalist
  • Short-lived
  • In deference
  • Sink fast, let go
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