Entwine - Fatal Design - Cover
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Entwine Fatal Design


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die finnischen Gothic-Metaller von Entwine turnen inzwischen seit über zehn Jahren im Musikzirkus herum. Sie veröffentlichen ihr Debütalbum „The Treasures Within Hearts“ (1999) vier Jahre nach Bandgründung und legen nun mit „Fatal Design“ den insgesamt fünften Longplayer vor. Obwohl die Band im allgemeinen Gothic-Taumel, der Anfang des Jahrtausends von HIM ausgelöst wurde, überall gelobt wurde, blieb ein vergleichbarer Erfolg wie bei ihren Landsleuten um den schmachtenden Düster-Schönling Ville Valo aus. Warum das so ist, kann auf „Fatal Design“ erneut nachvollzogen werden.

Die Band agiert druckvoll („Fatal design“), lässt den Keyboards nur selten viel Raum („Break me“), zaubert richtig harte Riffs aus dem Hut („Out of you“) und hat auch die eine oder andere eingängige Melodie im Köcher („My serenity“). Pathosgetränkte Schmachtfetzen und pseudo-dramatische Epen sind auf jeden Fall nicht das Ding der Finnen. Damit stehen Entwine schon mal ganz weit vorne in der Hierarchie des Genres. Trotzdem geht den Songs des aktuellen Albums ein wenig die notwendige Vielseitigkeit abhanden, um die Spannung wirklich eine Dreiviertelstunde lang hoch zu halten.

Ungefähr nach der Hälfte stellt sich eine gewisse Monotonie ein, als wären der Band die zündenden Ideen ausgegangen. Die frische eines „Chameleon halo“ oder „Twisted“ ist zum Ende der Platte leider verflogen. Damit ist „Fatal Design“ noch lange kein schlechtes Album, aber auch nicht der Knaller, der es heutzutage sein muss, um etwas mehr Beachtung außerhalb der Szene zu bekommen.

Anspieltipps:

  • Twisted
  • Surrender
  • My serenity
  • Chameleon halo
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