Ayabie - Euro Best - Cover
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Ayabie Euro Best


  • Label: CLJ Records/ALIVE
  • Laufzeit: 50 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ayabie, eine japanische Rockband, die sich im Zuge des Visual Kei Booms auf dem viertgrößten Inselstaat auch diesem verschrieben hat, veröffentlicht nun in Europa ihre erste Platte mit Namen „Euro Best“. Die fünf Mitglieder Aoi (Gesang), Takehito (Gitarre), Ryohei (Gitarre), Intetsu (Bass) und Kenzo (Schlagzeug) sind in ihrem Heimatland bereits Stars und spielen in ausverkauften Konzertsälen. Da das allerdings bereits fast jede Band dieser Sparte aufweisen kann, schwächt das Erstaunen jedoch erheblich ab.

Dargeboten wird schlichter Punk und Rock, der mit einigen elektronischen Elementen angereichert wurde um auch ein größtmögliches Maß an irren Kompositionen liefern zu können. Was daran am meisten stört ist die quengelige Stimme von Sänger Aoi, der mit seinem Organ ein ständiges Auf und Ab zelebriert, dass schon vor der Hälfte der Platte zu nerven beginnt, in Japan aber mit ziemlicher Sicherheit für Schulterzucken sorgt, da es dort bei knapp über 200 Visual Kei-Bands wesentlich Schlechteres gibt. Einige düster anmutende Stücke wie „Tseppeshi taberu“ oder „Da-gi-e“ beherbergen zudem immer dieselben eingestreuten Growls, womit die Abwechslung auf der Strecke bleibt.

„Euro Best“ ist zwar simpel gestrickt, wird aber durch einige Rhythmus- und Taktwechsel, die für die japanische Musik typisch sind, etwas komplexer als es anfänglich den Anschein hat. Trotzdem scheinen sich die 12 Stücke im Kreis zu drehen, da viele Ideen immer wieder aufgegriffen werden. Der Gesang erledigt den Rest und fertig ist ein Album für die Manga-Generation, die wahrscheinlich cool findet wie sich die Musiker kleiden und dadurch blind zur LP greift, doch Vorsicht ist immer noch besser als Nachsicht.

Anspieltipps:

  • Tseppeshi Taberu
  • Atama Ga Okashii
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