Soundtrack - Das Omen - Cover
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Soundtrack Das Omen


  • Label: Colosseum/Rough Trade
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Remakes bekannter und vor allem kultverdächtiger Filme sind immer eine gewagte Angelegenheit. Entweder floppt der (aus meist kommerzieller Sicht) gut gemeinte Nachbau aufgrund von lahmer Inszenierung und Einfallslosigkeit dem Original gegenüber oder gewagtere Unternehmungen stoßen auf den Unmut der Zielgruppe, was für Einnahmen an den Kinokassen keineswegs dienlich ist. Es gibt aber auch eine dritte Variante, die sich über die beiden genannten hinwegsetzt und mit kleinem Budget zu einem respektablen Ergebnis gelangt, wie im Falle von „Das Omen“. Richard Donners Urfassung aus dem Jahre 1976 ist ein Klassiker der Horrorfilmgeschichte und Komponist Jerry Goldsmith erhielt für seinen musikalischen Beitrag den Oscar.

30 Jahre später, am 6.6.2006 (welch hübsches Datum) entert nun John Moores Neuverfilmung die Leinwände der Welt, getragen durch Marco Beltramis Score, der bereits „Königreich der Himmel“, „Hellboy“ und „I, Robot“ seinen Stempel aufdrückte. Im Gegensatz zum innovativen musikalischen Unterbau von Goldsmith setzt Beltrami auf dessen Themen aus dem Originalstreifen und reichert diese mit neuen Facetten der zeitgenössischen, spannungsgeladenen Horror-Filmmusik an um den Sprung in die Moderne zu bewerkstelligen.

Das funktioniert in einigen guten Momenten auch hervorragend („More tantrums“, „Scooter“, „Dirty deeds“, „Altar of sacrifice“), in den meisten Fällen wird aber nicht mehr als bodenständige Kost abgeliefert, die für dieses Genre typisch ist. Auch wenn darunter schauderhaftes und gänsehautforderndes zum Vorschein kommt, so bleiben die Kompositionen zum größten Teil Kopien bereits bekannter Musik.

Ein weiteres Manko ist die fehlende Konsequenz des Italieners, der in vielen Stücken eine gute Idee aufwirft, diese jedoch letztendlich nicht zu Ende bringt, sondern jäh unterbrechen lässt, was zwar überraschend ist, für den Hörer aber doch zu abrupt ausgeführt wird um von einem Spannungsbogen zu reden. Dadurch bleibt trotz 20 Tracks eine geringe Ausbeute, die für Fans klassischer Horrorfilmmusik dieser Zeit sicherlich ausreichend ist, für alle anderen aber zu wenig ist.

Anspieltipps:

  • Scooter
  • Dirty Deeds
  • More Tantrums
  • Altar Of Sacrifice
  • Dogs In The Cemetery
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