Danja Atari - Shades Of July - Cover
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Danja Atari Shades Of July


  • Label: Z Music/Tengu Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

In musikalischer Hinsicht ist die Stadt Herne im nördlichen Ruhrgebiet eher klassisch angesiedelt, was sich durch das zehnjährige Bestehen des Herner Symphonieorchesters veranschaulichen lässt. Das es jedoch sehr wohl modern zugehen kann, beweist das Tengu Basement, ein Musikerkollektiv, das sich vor allem im Bereich HipHop und elektronischer Musik langsam aber sicher einen Namen macht.

Der neueste Zulauf besteht aus den Brüdern Jens (Gitarre) und Kay Schilling (Bass) sowie Schlagzeuger Sebastian Maier und Sängerin Danja Atari, die sich, um ihrer hübschen Frontfrau Tribut zu zollen, gleich nach ihr benannt haben. Seit 1½ Jahren machen die Vier bereits gemeinsame Sache und „Shades of July“ ist die Frucht, die mit viel Herzblut angebaut und nun reif und vor erfrischenden Beats und Samples strotzend, geerntet werden kann.

Als Vorbilder für die unterschiedlichen Klangkulissen, über die Danja ihr teils süßlich-gehauchtes, teils kindlich-naives Organ setzen darf, standen Massive Attack und Portishead Pate. Das Spektrum erstreckt sich dabei zwischen zurückhaltendem Drum&Bass, zart schmelzendem TripHop und einer Mischung aus Synthie-Pop und schüchternem Elektro mit jazzigem Einschlag.

Die richtige Würze bekommt der musikalische Genrecocktail durch die multikulturelle Abstammung der Sängerin. Dadurch mischen sich sowohl orientalische als auch nordafrikanische Elemente ins Geschehen, wie im Opener „Tunisia“ oder dem Track „Unknown“. Das verleiht „Shades of July“ eine charismatische und persönliche Note, die gelungen eingewoben wurde, was wiederum zu einem positiven Gesamteindruck führt.

Anspieltipps:

  • Illusion
  • Too Late
  • Shades Of July
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