Paolo Nutini - These Streets - Cover
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Paolo Nutini These Streets


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Dieses Debütalbum markiert den Anfang eines Weges, der hoffentlich und sehr wahrscheinlich erfolgreich enden wird.

Es klingt märchenhaft, wenn ein schottischer Junge, dessen italienischstämmiger Vater einen Fish-and-Chips-Laden bewirtschaftet, sich vom Roadie zum Sänger und Komponisten hocharbeitet. Das ist aber die Geschichte von Paolo Nutini, gerade einmal 19 Jahre alt, aus Paisley. Zusammen mit den renommierten Produzenten John Fortis (Razorlight, Art Brut), Rollo Armstrong (Faithless) und Ken Nelson (Coldplay) hat der junge Mann zehn zeitlose Songs geschaffen.

Es ist verblüffend mit welcher Stimmgewalt und Emotion dieser blutjunge Musiker seine ruhigen Folksongs darbietet. Mit diesem Gefühl in der Stimme beschwört Nutini bei reduzierter Instrumentierung Gänsehautatmosphäre herauf. Es erinnert zeitweise an Ryan Adams, wenn Nutini in „Autumn“ mit viel Leid auf den Stimmbändern den ehemaligen Whiskeytown-Frontmann würdig vertritt. Die Singleauskoppelung „Last request“ ist da noch eins der schnelleren Tracks, Paolo Nutini verlässt sich zu Recht auf seine exzellente Stimme und Gitarre plus Drums begleiten die entspannende Ballade. Vielleicht wird manchmal auch zu sehr das Tempo gedrosselt, doch als Entschädigung spendiert Herr Nutini gutes Songwriting, das angesichts seines Alters schon erschreckend ausgereift ist. Da werden Geigen eingesetzt, um auch dem letzten Hörer klarzumachen, welches Talent Nutini mit seiner Stimme besitzt.

Den Schlusspunkt setzt „Alloway groove“ mit einem flotten Popsong mit leicht treibenden Drums, die einen echten Country-Folksong aus ihm machen. Seltsamerweise hat Rollo Amstrong von Faithless diesen erdigen Track mitproduziert. Nach 4:40 Minuten verwandelt sich dieser Song in eine waschechte Ballade, die seelenruhig vor sich hinplätschert. Als Schmankerl gibt es dann noch nach kurzer Pause den versteckten Song „Last request“ in einer anderen Version zu hören. Der Neunzehnjährige zieht wirklich alle Register, um gefühlvolle Songs in Serie zu erschaffen. Es fällt schwer, eine schwache Komposition zu finden. Sicher ist der Schotte noch nicht am Zenit seiner Karriere, sondern am Anfang und die Klasse eines Ryan Adams erreicht er auch noch nicht, aber dieses Debütalbum markiert den Anfang eines Weges, der hoffentlich und sehr wahrscheinlich erfolgreich enden wird.

Anspieltipps:

  • Last Request
  • Rewind
  • These Streets
  • Autumn
  • Alloway Groove
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