Christina Stürmer - Lebe Lauter - Cover
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Christina Stürmer Lebe Lauter


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Weder neu noch innovativ, aber exakt das, was vom mächtig erfolgreichen Vorgänger „Schwarz/Weiß“ erwartet werden durfte.

Die Nachricht dürfte ein Schock für viele Bravo lesende Jungs gewesen sein: Christina Stürmer, die sympathische Silbermond-Ausgabe aus dem österreichischen Linz, ist seit kurzem mit ihrem Gitarristen Oliver Varga zusammen. Das ist zwar die Privatsache der beiden, doch sollte mahnend erwähnt werden, dass eine gewisse Jeanette Biedermann auch seit einiger Zeit mit ihrem Gitarristen verbandelt ist – und seitdem nur noch Grütze produziert.

Soweit ist es bei 24jährigen Senkrechtstarterin zum Glück (noch) nicht. Nach zwei mehrfach mit Platin dekorierten Alben in ihrer Heimat („Freier Fall“, „Soll das wirklich alles sein“), gelang mit der geschickten Kombination der besten Songs beider Werke unter dem Namen „Schwarz/Weiß“ der Durchbruch in Deutschland. Etwas Glück gehörte freilich auch dazu, denn rockige Popmusik ist zurzeit einfach angesagt. Zudem schreiben Christina und ihre Band – Hartmut Kamm (Keyboard, Gitarre), Oliver Varga (Gitarre), Gwenael Damman (Bass) und Klaus Pérez-Salado (Schlagzeug) – nur einen geringen Bruchteil ihrer Songs selbst. Mit professioneller Hilfe, diesmal u.a. von Tom Albrecht, Robin Grubert und Tobias Röger, lassen sich halt viel einfacher ein paar Hits aus dem Ärmel schütteln.

Davon, also Hits, hat Frau Stürmer auch auf „Lebe lauter“ wieder ein ganzes Bündel zu bieten. Sie sind als treibend-forsche Rocksongs („Nie genug“, „Lebe lauter“), sogenannte Feuerzeugballaden („Die Welt“, „Mitten unterm Jahr“) oder fette Stadionhymnen („Scherbenmeer“, „Sonne hinter dem Nebel“) angelegt. Radiotauglich sind auf jeden Fall alle Formate, so dass eine Dauerbeschallung mit Stürmer-Songs auch in Zukunft unvermeidlich ist. Denn weh tun oder stören tut keiner der 14 Tracks auf „Lebe lauter“.

Zu den schönsten Melodien zählen die reduzierte Halbballade „Ohne dich“ und das an der Kitschgrenze taumelnde „Um bei dir zu sein“, das sofort ins Ohr geht und von dort gar nicht mehr verschwinden will. Wie nennt man das noch gleich? Ach ja, Ohrwurm! Und aus diesem Grund ist Christina Stürmer schließlich angetreten: Rockige Popsongs mit eingängigen Refrains abzuliefern. Das ist natürlich weder neu noch innovativ, aber exakt das, was vom mächtig erfolgreichen Vorgänger „Schwarz/Weiß“ erwartet werden durfte. Mission erfüllt!

Anspieltipps:

  • Ohne dich
  • Nie genug
  • Scherbenmeer
  • Um bei dir zu sein
  • Sonne hinter dem Nebel
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