The Lovecrave - The Angel And The Rain - Cover
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The Lovecrave The Angel And The Rain


  • Label: Repo Records/ALIVE
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

The LoveCrave kommen aus Mailand und setzen dort an, wo Amy Lee mit Evanescence und dem Debüt „Fallen“ aufgehört hatten, ohne in den grässlichen Bombast und kitschigen Pathos vom zweiten Werk „The open door“ zu tappen. Mit Aussagen wie „Thank you god, thank you for the darkness“ und Songs, die sich „Vampires“, „Dark city“ oder „Little suicide“ nennen ist auch die Zielgruppe recht schnell ausgemacht und die bewegt sich genau im Gothic Rock-Schema bereits genannter Band. Tank Palamara (Gitarre, Produzent), Francesca Chiara (Gesang), Iakk (Schlagzeug) und Simon Dredo (Bass) demontieren ihre Tracks jedoch nicht mit gezwungen düsterer Masche, sondern konzentrieren sich auf Riffkanonaden und scheppernde und kraftvolle Unterstützung vom Drumkit.

Dadurch zielen die ersten vier Stücke „Vampires“, „Nobody“, „Little suicide“ und „Can you hear me“ stets auf die Zwölf und schaffen es nach kurzem anfänglichen Geplänkel sogar zu so etwas wie einem angenehmen und starken Höhepunkt zu kommen. Die Halbballade „Fading roses“, die nicht von ungefähr mit dem eingesetzten Klavier an „My immortal erinnert, mischt sich als Ruhepol dazwischen, damit „My soul“ wieder so richtig ungezügelt loslegen kann. Bereits hier macht sich bemerkbar, dass The LoveCrave versuchen jedem Song eine eigene Note zu verpassen, die meistens aus einem kräftigen Refrain besteht, der sich möglichst schnell im Stammhirn festsetzen soll.

Dass das nicht immer der Fall ist liegt einfach an der Vorarbeit von Amy Lee und ihren Burschen, da die eine oder andere Struktur und Melodie bekannt sein dürfte. Einziger Nachteil an „The angel and the rain“ ist Sängerin Francesca Chiara, die mit der Evanescence-Frontfrau stimmlich nicht mithalten kann, da ihrem Organ einfach die Aussagekraft und eine charakteristische Färbung fehlt, da sie sich anhört wie die verzerrte Cher im Song „Believe“, nur eben ein paar Jahre jünger. Hat sich der Hörer allerdings erst damit abgefunden, erwarten ihn zehn melodiöse Rocksongs, die gelegentlich in Metal-Gefilde ausbrechen und definitiv die bessere Wahl im Gegensatz zu „The open door“ sind.

Anspieltipps:

  • My Soul
  • Vampires
  • Little Suicide
  • The Angel And The Rain
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