Men, Women And Children - Men, Women And Children - Cover
Große Ansicht

Men, Women And Children Men, Women And Children


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

So ein Album kann nur von Musikern aus New York kommen: Zappeliger Dance-Rock, der sich aus der großen Discoära in den 70er Jahren ins Hier und Heute gerettet hat und einen völlig abgedrehten Mix aus New Wave, Dance-Pop, Punk, Electro und Funk anrührt. Dahinter steckt mit Todd Weinstock der Gitarrist der Hardcore-Kapelle Glassjaw. Dieser hat mit TJ Penzone (Gesang), Rick Penzone (Bass), Jason Gimmule (Gitarre), David Sullivan Kaplan (Drums) und Nick Conceller (Keyboards) ganz neue Wege eingeschlagen und vor zwei Jahren die Gruppe Men, Women & Children gegründet. Genauso lange hat die Band auch an ihrem ersten Album gearbeit.

In den USA brachte das Sextett sein selbstbetiteltes Debütalbum via Reprise/Warner Bros. im März 2006 in die Läden. Hierzulande erscheint das Werk mit einem halben Jahr Verspätung über Inkubator/Soulfood. Darauf lasen die Jungs die Discokugel richtig schön blitzen und glitzern, indem sie einen wilden Cocktail aus ABBA meets Franz Ferdinand direkt auf die Tanzfläche abfeuern. Über Schrammelgitarren, funky Bläserriffs, pumpende Bässe und schwülstige Streicher, bis hin zu allerlei elektronischen Effekten steckt in der Musik alles drin, was der trendy Zappelbudenfetischst so braucht, um richtig steil zu gehen. Vergleichbares versucht gerade ein gewisser Robbie Williams unters Volk zu bringen.

Wo der Popstar grandios scheitert, drehen die New Yorker die Spaßschraube einfach noch ein bisschen mehr an und lassen die Funk’n’Roll-Sau raus. Dass Men, Women & Children damit auch ein gewisses Nervpotenzial an den Tag legen, soll nicht geleugnet werden. Doch die 12 Songs ihres Debüts sind eben keine Kopfmusik. Sie sollen ohne Umweg in die Beine und den Bauch gehen. Der Hörer soll nicht still dasitzen und ein bisschen mit dem Kopf nicken, er soll aufspringen und Party machen. Den Soundtrack dazu bekommt er von sechs New Yorkern geliefert, die den Funk im Hintern haben und denen nichts peinlich zu sein scheint. In diesem Sinne: Rock, äh, Party on!

Anspieltipps:

  • Messy
  • Dance in my blood
  • At night we like to fight
  • Photosynthesis (we’re losing O²)
  • The name of the train is the hurricane
Neue Kritiken im Genre „Rock“
9/10

News Of The World (40th Anniversary Edition)
  • 2017    
8/10

Automatic For The People (25th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „Men, Women And Children“
comments powered by Disqus