Ray Wilson And Stiltskin - She - Cover
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Ray Wilson And Stiltskin She


  • Label: Sandport/SPV
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ray Wilson hatte schon immer ein ausgesprochenes Händchen für starke Melodien.

Irgendwie eine komische Karriere, die der Schotte Ray Wilson bis jetzt hingelegt hat. Da war zuerst das One-Hit-Wonder namens Stiltskin mit dem Übersong aus der TV-Werbung („Inside“, 1994), dann kam die überraschende Verpflichtung als Genesis-Sänger und damit auch die Bürde als Phil-Collins-Nachfolger. Das funktionierte leider nicht wirklich, was aber in keiner Weise an Herrn Wilson lag, denn Tony Banks und Mike Rutherford hatten auf „Calling All Stations“ (1997) schlicht vergessen, wie man gute Songs schreibt. Und dann war da noch das das (leider) sang- und klanglos untergegangene Projekt Cut („Millionairhead“, 2002), sowie fünf Soloalben (Live und Studio), die auch nicht auf sonderlich großes Interesse stießen.

Blöde Sache, das. Denn Ray Wilson hatte schon immer ein ausgesprochenes Händchen für starke Melodien und überzeugte auf seinen Alben sowohl als Rock- wie auch als Balladensänger. Also was tun? Nun, wie wäre es mit der Reanimation von Stiltskin? Die Band existiert zwar nicht mehr, aber der Name wurde Ray von Stiltskin-Mastermind Pete Lawler großzügig überlassen. Warum sollte der gute Ray also nicht wieder so rocken wie zu „The Mind’s Eye“-Zeiten? Gesagt, getan. 12 Jahre nach der europäischen Grunge-Sensation kehrt Ray Wilson jetzt unter dem Stiltskin-Banner zurück.

Zusammen mit seinem Schulfreund Scott Spence (Gitarre), Irvin Duguid (Keyboards), Alvin Mills (Bass), Uwe Metzler (Gitarre) Nir Z und Henrik Müller (Drums) wurde „She“ in den Stuttgarter Benztown Studios eingespielt und abgemischt. Darauf zu finden: Ein Dutzend rockige Tracks mit leichten Bombastansätzen und einer nicht zu verkennenden Handschrift bei den Kompositionen. Allen voran steht natürlich die herausragende Single „Lemon yellow sun”, die das Zeug zum Radiohit hat. Es gibt aber noch weitere gelungene Stücke. Etwa der schwer rockende Nu-Rock-Opener „Fly high“ oder „Sick and tired“, ein atmosphärischer Laut/Leise-Rocker. Damit ist „She“ nicht nur in Sachen Produktion und Sound weit vor den Solo-Outputs des Schotten anzusiedeln. Die neuen Songs sind deutlich gradliniger und mit einem ordentlichen Pfund Hardrock angereichert. So darf Ray Wilson gerne weitermachen.

Anspieltipps:

  • Fly high
  • Summer days
  • Sick and tired
  • Lemon yellow sun
  • Constantly reminded
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