Slamer - Nowhere Land - Cover
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Slamer Nowhere Land


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Um Haaresbreite schrammte Mike Slamer an einer erfolgreichen Karriere bei der Rockband Kansas, die unter anderem Dream Theater als Inspiration diente, vorbei. Nachdem er bei City Boy seine ersten Sporen verdiente und sieben Jahre später die eigene Gruppe Streets gründete, löste sich diese durch den Abgang von Sänger und Keyboarder Steve Walsh und Sänger und Bassist Billy Greer auf, da sich diese der amerikanischen Progressiv-Truppe anschlossen, für Gitarrist Slamer war jedoch kein Platz. Danach konzentrierte sich der Brite auf Arbeiten im Hintergrund, war als Produzent, Songschreiber oder Aushilfsgitarrist tätig und verdiente auf diesem Wege seine Brötchen.

Jetzt will er allerdings unter eigenem Namen seine erste Veröffentlichung unters Volk bringen und zwar „Nowhere land“. Darauf verbergen sich gitarrenlastige, teils längere Songs mit einem Durchschnitt von sechs Minuten, die durch die Stimme von Terry Brock (Strangeways, The Sign) unterstützt werden. Weiters ist Chet Wynd für Schlagzeug und Perkussion zuständig und Slamer nimmt sich den Gitarren- und Keyboardparts an. Besonders auffällig ist die Zeit, die sich die einzelnen Stücke nehmen um sich zu entfalten. Das ist zwar einerseits der Atmosphäre dienlich, kann in einigen Fällen, wie z.B. dem Achtminüter „Come to me“, auch schnell in Langeweile ausarten, da manche Songs ziemlich schnell an Abwechslungsarmut erkranken und in Wiederholungen baden.

Im Großen und Ganzen stützt sich Slamer auf sein Spiel, die Texte sind nach altbewährten Baukasten-Prinzipien entworfen worden und somit zweitrangig, obwohl Brock seinen Job mehr als durchschnittlich erfüllt. Besonders für Fans von Rockalben mit einem Schwerpunkt auf den Gitarren dürfte „Nowhere land“ ein besonderer Leckerbissen sein, da die Ein-, bzw. Überleitungen zu den Stücken und die Bridges innerhalb stets von Slamer getätigt werden und mehrere Soli für wohliges Entzücken sorgen. Außerdem erstrecken sich teils mystisch schwebende Untertöne zwischen den Tracks, die zwar nicht so stark in Vordergrund treten wie bei einem Axel Rudi Pell-Output, aber dennoch vorhanden sind. Gemeinsam mit der ganz okay ausgefallenen Produktion ergibt das unter dem Strich eine gelungene Scheibe, bei der mehr Wert auf die Texte gelegt werden hätte können, aber man kann ja nicht alles haben.

Anspieltipps:

  • Superstar
  • Runaway
  • Nowhere Land
  • Higher Ground
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