Avalon - The Richie Zito Project - Cover
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Avalon The Richie Zito Project


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Für das Richie Zito Project steht an Musikern insgesamt eine komplette Fußballmannschaft mitsamt Ersatzspielern zur Verfügung. Allein die Sangesfraktion setzt sich aus Joseph Williams (Toto), Joe Lynn Turner (Rainbow, Deep Purple), Eric Martin (Mr. Big), Danny Vaughn (Tyketto), Philip Bardowell (Unruly Child), Richie Kotzen (Mr. Big, Poison), Giorgio Moroder (Soundtracks zu unter anderem Flashdance und Flashdance), Hugo Valenti (Valentine) und Eddie Money zusammen. Für die Instrumente waren Tommy Decker und Greg Bissonette (Schlagzeug), Jason Turbin (Streicher), Joey Carbone (Piano), Marcus Brown (Keyboard) und natürlich Richie Zito (Gitarre, Bass, Synthesizer, Mandoline) selbst zuständig. Für den Backgroundgesang wurden außerdem Davey Duke und Ken Pacheco verpflichtet.

Das Ziel war es möglichst eingängige Hardrocksongs zu schreiben, von denen jeder über durchdachte Hooklines verfügt, die sofort nach dem ersten Mal mitgesungen werden können. Dieses Vorhaben wurde zwar erreicht, allerdings dienen die lächerlichen Stammbuchreime („Avalon, oh Avalon / Tell me where your love has gone“) den Melodien lediglich als Mittel zum Zweck und sind gesondert davon betrachtet mehr als peinlich und beinahe nicht der Rede wert. Dummerweise bügelt die musikalische Seite dieses Manko nur sehr bedingt aus, denn außer ein paar harmonieverliebten Keyboardklängen und einem schlappen Schlagzeug ist die restliche Darbietung bestenfalls durchschnittlich.

Dadurch entstehen Schmachtfetzen wie das balladeske „Forever I will“, in dem Mr. Big-Sänger Richie Kotzen versucht ein zweites und rockigeres „To be with you“ heraufzubeschwören, oder das vor Pathos triefende „Oh Samantha“, das Joseph Williams (Toto) zwar ergriffen und sensibel darbietet, aber im Großen und Ganzen eine austauschbare Radioschnulze darstellt. Der Rest klingt zwar bemüht und haut auch wesentlich stärker in die Saiten, aber im Endeffekt kann nur „Blue monday“ komplett überzeugen und das ist dann doch einfach zu wenig und hört sich in vielen Momenten („I don´t want to want you“) wie eine Sonderausgabe der nächsten Kuschelrock-CD an.

Anspieltipps:

  • Oh Samantha
  • Blue Monday
  • Forever I Will
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