Krux - II - Cover
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Krux II


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Über zehn Jahre ist es her, seitdem ein neues Studioalbum von Black Sabbath zum Verkauf stand. „Forbidden“ (1995) markierte allerdings nicht nur das Ende einer der Vorreiter des Heavy Metals, sondern demontierte den Kultstatus der Band mit einem weiteren, vergessenswerten Album, das nur aufgrund von vertraglichen Verpflichtungen mit dem derzeitigen Plattenlabel I.R.S. eingespielt wurde. Als Produzent war Ernie C. von Body Count zuständig und Rapper Ice-T spendete ein paar Zeilen für „The illusion of power“, von denen er einige gleich selbst intonierte. Nicht nur Verehrer dieser geschichtsträchtigen Band werden zugeben, dass das zwei Eckpfeiler waren, die mit den Anfängen der Kulttruppe rund um Ozzy Osbourne, Geezer Butler, Bill Ward und Tony Iommi so gut wie gar nichts am Hut hatten.

Umso erfreulicher wurde die Kunde aufgenommen, dass Leif Edling, seines Zeichens Begründer und Bassist der schwedischen Doom Metalband Candlemass, mit Krux ein zweites Standbein gefunden und den Nachfolger zum schlicht „Krux“ (2003) betitelten Debüt in Arbeit hatte. Erfreulich unter anderem deswegen, weil die langgezogenen Gitarren- und Basssalven gepaart mit dem behäbigen Schlagzeug wie eine Reminiszenz an die Anfänge von Black Sabbath klangen und darüber hinaus die selbe Schwerfälligkeit transportierten.

Auf „II“ wird dieses Schema aufrecht gehalten und ein zähflüssiger Strom aus doomigem Metal durchfließt die acht neuen Stücke. Dummerweise fehlen ein weiteres Mal die zündenden Ideen, die die Songs in dieser Form über weite Flächen hinweg nur unbeeindruckend vor sich hin wabern lassen. Dennoch schleichen sich mit „Depressive strokes of Indigo“ und „Devil sun“ zwei perfekt inszenierte Tracks auf die Liste und „Pirates of the black hand“ ist der ultimative Gedenksong für den düsteren Brocken „Black Sabbath“ aus der Feder selbiger. Das Sänger Mats Leven (Therion) die Dringlichkeit des frühen Ozzy Osbourne zu keiner Minute erreicht, braucht nicht erwähnt zu werden. Eine unterm Strich ganz passable Verbeugung vor ihren Idolen geben die Gitarristen Frederik Akesson (Arch Enemy) und Jörgen Sandström (Entombed), Schlagzeuger Peter Stjärnvind (Entombed), Bassist Leif Edling (Candlemass) und Mats Leven (Therion) mit „II“ dennoch ab.

Anspieltipps:

  • Devil Sun
  • Too Close To Evil
  • Pirates Of The Black Hand
  • Depressive Strokes Of Indigo
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