Juliette And The Licks - Four On The Floor - Cover
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Juliette And The Licks Four On The Floor


  • Label: Pias/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Sie haben bis jetzt durchgehalten, obwohl sich der kommerzielle Erfolg noch nicht eingestellt hat und das Line-up weiterhin unstabil ist. Nach der Debüt-EP „Like A Bolt Of Lightening” (03/2005) und dem ersten Longplayer „You’re Speaking My Language” (05/2005) steht nun „Four On The Floor” an und die Devise „Make it or break it” gilt so langsam auch für The Licks und deren Anführerin Juliette Lewis. Die Schauspielerin hat ihre Hollywoodkarriere weiterhin auf Eis gelegt, um mit der Band den Durchbruch zu schaffen. Für den Bassisten Paul Ill ist nun Jason Womack an Bord und für den Schlagzeuger Jason Morrison ist kein Geringerer als Dave Grohl von den Foo Fighters eingesprungen. An den Gitarren schrubben weiterhin Todd Morse und Kemble Walters. Produziert hat die neue Scheibe Dylan McLaren (Misfits).

Viel Zeit geben The Licks dem Hörer auf „Four On The Floor“ nicht. In einer knappen halben Stunde werden zehn Songs runtergerissen, die zwischen Punkrock („Smash and grab“) und rotzigem Rock’n’Roll changieren („Hot kiss“). Juliette Lewis erweißt sich als das raue Energiebündel, das jeden Auftritt der Band zu einem Ereignis macht. Und Dave Grohl hat mit seiner Schießbude natürlich ein ordentliches Pfund mitgebracht, das Juliette mit „his attack is punishing and his feel ist pure sex“ beschreibt.

Das hört sich auf den ersten Blick nicht schlecht an, und klingt auch in der Umsetzung bis auf den einen oder anderen schwächeren Song, der das „Blut, Schweiß und Tränen“-Feeling nicht von der Bühne auf Platte herüberretten kann („Sticky honey“, „Mind full of daggers“), sehr gut. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Album nämlich wesentlicher tighter und knackiger ausgefallen. Das Tempo wird fast durchgehend hoch gehalten, die Texte sind böse, staubig und cool wie ein Road Movie („Fuck, fuck, fuck, fuck you and fuck you and fuck you some more fuck you and fuck you...“) und nur ganz selten wird mal ein Riff bei der Konkurrenz geklaut („Get up“ bedient sich bei AC/DC).

Die herausragend Stücke des Albums sind das umwerfende „Purgatory blues“ und der zügellose Opener „Smash and grab“. Aber auch der Rest muss nicht hintenanstehen. Denn – wie gesagt – bis auf ein, zwei Ausnahmen kann sich das Material absolut hören lassen.

Anspieltipps:

  • Get up
  • Inside the cage
  • Smash and grab
  • Purgatory blues
  • Death of a whore
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