2nd District - Emotional Suicide - Cover
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2nd District Emotional Suicide


  • Label: People Like You/SPV
  • Laufzeit: 35 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

District sind nicht mehr! Wer? Okay, eine kleine Vorgeschichte zum Release von „Emotional suicide“ muss wohl doch sein: Die Bochumer Punkband District gibt es seit 1995, doch das Personenkarussell steht so gut wie nie still. Nach mehreren Besetzungswechseln schaffen es die Jungs mit Burn Harper am Schlagzeug, Joey Mosy am Bass und Pascal Briggs und Marc Ader an der Gitarre und am Mikro dennoch ein einigermaßen solides LineUp zusammenzustellen, mit dem der erste Longplayer „Don´t mess with the hard punx“ aufgenommen wird. Trotzdem trennt sich die Truppe, Ader will jedoch weitermachen und verpflichtet einige Jungs aus seiner ehemaligen Band The Revolvers mit ihm 2nd District, dessen Name quasi als zweiter Anlauf gewertet werden kann, zu gründen.

Als mit Nique (Gitarre), Flo (Bass), Tobbe (Schlagzeug) und eben Marc Ader (Gesang, Gitarre) die fertige Gruppe steht, beginnen die Vier an neuem Material zu arbeiten, das nun mit „Emotional suicide“ vorliegt. Darauf präsentieren die Bochumer eine energiegeladene Mischung, punken und rocken was das Zeug hält und das alles mit einer „Scheiß drauf“-Attitüde, die man sonst von englischen oder amerikanischen Genre-Vorreitern wie The Ramones oder The Sex Pistols kennt. Dumm nur, dass der simpel gestrickte Punk, mit dem 2nd District aufwartet, klingt, als wäre er ein bemühter Abklatsch eben genannter Bands.

Das Gefühl, eine rotzfreche Schüler-Coverband, die ihre täglichen Übungen an den Instrumenten vorbildlich und fleißig in Papas Garage tätigt und sonst nicht viel auf dem Kasten hat als die eigenen Vorbilder zu imitieren, drängt sich im Laufe des ersten Durchgangs ebenso auf, wie der Wunsch die Platte gegen etwas wirklich handfestes auszutauschen, denn weder die Texte („Do you like to walk with me in the park / Do you like to talk with me in the dark” aus „Too late“), noch der schwachbrüstige Klang können überzeugen. Und dass der Frontsänger wie eine Frau klingt, ist auch nicht gerade ein ausreichender Grund um sich „Emotional suicide“ zuzulegen.

Anspieltipps:

  • Opportunist
  • Promising Romance
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