Method Man - 4:21... The Day After - Cover
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Method Man 4:21... The Day After


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„4:21… The Day After”, hmm, the day after what? Das 4:21 steht für den 21. April. Und die Saga besagt, dass in den 70er Jahren am 20. April um 4:20 Uhr eine Gruppe von Teenagern aus Kalifornien den „National weed smoking day“ gegründet haben. Ja, ich weiß jetzt was ihr schon wieder denkt. Method Man. Gras. Großer Kiffer. Mal wieder nichts dahinter. Stimmt aber nicht. Denn Mr. Mef hat sich bei dem Namen für sein neues Album etwas gedacht: „4/21-the day after the national weed smoking day... ist der Tag, wo man wieder nüchtern wird. Da hat man eine Art Klarsicht, einen Blick auf die Dinge, wie sie wirklich sind. Es fühlt sich an, als ob du der einzige wärst, der den Witz nicht versteht.“ Klar, dass diese Aussage eine Anspielung auf seinen früheren Lebensstil und sein geflopptes Album „Tical O: The Prequel“ ist, wegen dem er von den Medien hart in die Mängel genommen wurde. Doch das gleiche Missgeschick wird Iron Lung, Tical, Johnny Blaze oder einfach Method Man nicht noch einmal passieren. Denn für sein neues Album „4:21... The Day After“ ging es ihm nur um eins: seine eigenen Texte und die Wahrheit.

Und dieses Ziel hat Mef eindeutig erreicht. Mit seinem neuen Album ist er meilenweit von einem Flop entfernt. Er beweist, dass er immer noch den richtigen Flow hat und die Beats droppen kann. In seinen Texten spricht er nicht nur von belanglosen Dingen, sondern wendet sich zum Beispiel in „Say“ gegen seine Kritiker und Hater, die ihm nicht den gebührenden Respekt entgegengebracht haben. „Say“ ist auch Mefs erste Single und wird von Lauryn Hill gefeatured. Zu der Zusammenarbeit mit ihr sagt Mef: „Lauryn Hill ist für mich der Inbegriff von ungefilterten Emotionen. Sie hat mich dazu gebracht alles rauszulassen und auch meine verletzbare Seite zu zeigen.“ Und das er nicht nur dissen und wütend sein kann, beweist Mef auch in „Let’s ride“, wo er den R’n’B-Schmusesänger Ginuwine mit ins Boot geholt hat. Schon bei dem Intro von „4:21... The Day After“ stellt Method Man klar: Der Wu-Tang-Member Numero Uno ist back! Und das mit knallharten Lyrics. In dem von Scott Storch produzierten Song „Is it me“, in „Konichiwa bi*ches“ und in „Walk on“ knallen einem nur so die Lautsprecher entgegen und alle Möbel fangen an zu vibrieren. Also, kleine Warnung, „4:21... The Day After“ ist nichts für schwache Gemüter.

Eine richtige Hoodhymne bietet der Song „Problem“, danach geht es allerdings mit „Somebody done f**ked up“ und „Fall out“ ein wenig monoton weiter. Glücklicherweise folgt rasch der Clubbanger „Dirty Mef“ mit O.D.B., was die zwei leichten Enttäuschungen davor wieder rückgängig macht. Neben O.D.B., Ginuwine und Lauryn Hill, findet man auf Mefs neuem Album weitere Features mit Fat Joe, Raekwon, Styles P, Streetlife, Carlton Fisk, Megan Rochell, Inspectah Dec, La The Darkman und natürlich Redman und The Rza. Letzterer war mit Erick Sermon und Method Man himself auch noch Executive Producer von „4:21... The Day After“. Mr. Meth schließt sein Album mit „4 ever“ ab – der zugleich beste Song auf dem ganzen Album ist.

Mit „4:21... The Day After“ hat Method Man bewiesen, dass er als echter Künstler anzusehen ist, was will man auch sonst von einem Grammypreisträger erwarten. Sein hartes Tief hat er eindeutig hinter sich gelassen und auch noch zu seinen Gunsten genutzt. Denn die ganzen Kritiken dienten Mef zur Inspiration und zur Selbstfindung, womit „4:21... The Day After“ sein bisher persönlichstes und innovativstes Album geworden ist. Er ließ verlauten, dass er sich von nun an darum kümmern wird, seinen Kopf über Wasser zu halten und nicht wieder in Probleme zu versacken. Wir wünschen auf jeden Fall viel Erfolg dabei und gratulieren ihm zu seinem erfolgreichen Comeback!

Anspieltipps:

  • 4 Ever
  • Is It Me
  • Problem
  • Dirty Mef
  • Let’s Ride
  • Got To Have It
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