Kingdom Come - Ain´t Crying For The Moon - Cover
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Kingdom Come Ain´t Crying For The Moon


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Erstaunlich frisch und ungezügelt geht es auf Studioalbum 10 zu.

Ist doch schön zu sehen, dass Lenny Wolf wieder ein paar Jungs zum Spielen gefunden hat! Nein, bitte nicht falsch verstehen, denn da die letzten beiden Alben „Independent“ (2002) und „Perpetual“ von Kingdom Come in kompletter Eigenregie entstanden sind, ist es schon verwunderlich auf dem LineUp zu „Ain´t crying for the moon“ nicht nur „All instruments and vocals – Lenny Wolf“ zu lesen. Wirklich viel unter die Arme greifen ließ er sich auch dieses Mal nicht, aber zumindest gab es Unterstützung von Eric Förster (Gitarre), Hendrik Thiesbrummel (Klavier) und Hagen Kuhr (Cello). Am Sound und an dem Kingdom Come-Feeling der älteren Platten wurde dennoch nichts verändert und die eine oder andere Ähnlichkeit zu Led Zeppelin bleibt ein weiteres Mal aufrecht.

Erstaunlich frisch und ungezügelt geht es auf Studioalbum 10 zu, denn „Two legged sheep“ rockt als Opener schon mal amtlich aus den Boxen, genauso wie seine Nachfolger „Not here to be your friend“ und „Same old stars“, die sich erst durch den acht Minuten langen Titeltrack besänftigen lassen, der zuerst herzergreifend und ruhig von einem Piano unterlegt wird und über atmosphärisches Geschwurbel zu einer Rockballade aufsteigt. Darauf folgt mit „Perfect citizen“ ein ganz ordentliches Midtempo-Brett, aber da dieses Stück dieselben Riff- und Melodiefolgen atmet wie „This is my life“, „Darkroom“ und „Look at you“, hätte man hier getrost kürzen können.

Schlecht wäre das auf keinen Fall gewesen, denn aufgrund der Laufzeit von über einer Stunde, schläft durch die monotonen Abfolgen bei Zeiten schon einmal der Fuß ein oder die Aufmerksamkeit beginnt rapide zu sinken. Da ist der Hörer mit der gleichnamigen Huldigung an den zu früh verstorbenen AC/DC-Fronter Bon Scott wesentlich besser bedient und bekommt eine passable Mixtur aus Boogie und Hardrock vorgesetzt. „Removed the sting” ist als Halbballade ganz okay, bleibt aber wie das völlig unpassende “Across the universe”, das so etwas wie einen milden Popsong darstellen soll, Nebensache. Zum Abschluss serviert uns Lenny noch eine Neufassung von „Get it on“, dass sich auf seinem selbstbetitelten Debüt von 1988 befunden hat und beendet damit „Ain´t crying for the moon“, das gut und gerne eine Viertelstunde kürzer hätte sein können. Anscheinend soll das kurze Röckchen auf dem Cover dieses Manko ausgleichen.

Anspieltipps:

  • Same Old Stars
  • Friends In Spirit
  • Two Legged Sheep
  • Ain´t Crying For The Moon
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