HammerFall - Threshold - Cover
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HammerFall Threshold


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ziemlich genau ein Jahr ist es her seit „Chapter V: Unbent, unbowed, unbroken“ die heimischen Musikläden enterte und für chronisches Achselzucken sorgte, veröffentlichten die schwedischen Power Metal-Aushängeschilder Hammerfall doch damit eine mehr als belanglose Scheibe, die gerade einmal dem einen oder andere Hardcore-Fan gefallen haben dürfte, der sich nicht zu blöd war die einige Monate später erschiene Tour-Edition ebenfalls zuzulegen. Umso erstaunlicher ist die Begebenheit, das bereits das nächste Werk von Joacim Cans (Gesang), Oscar Dronjak (Gitarre), Stefan Elmgren (Gitarre), Magnus Rosen (Bass) und Anders Johansson (Schlagzeug) gepresst wurde und zum Verkauf steht, obwohl es sich nicht merklich vom durchwachsenen Vorgänger abhebt.

11 brandneue Tracks, darunter das Instrumental „Reign of the hammer“, sollen so „true“ als möglich zelebriert werden und was das heißt, erfährt der Hörer bereits mit dem Opener „Threshold“. Bratende Gitarren, nie um Soli verlegen und immer mit einem griffigen Riff oder einer eingängigen Melodie versehen, ein den Grundtakt schlagendes Drumkit und eine gelegentlich ins Falsett ausufernde Stimme, das darf von Output Nummer 6 der Hammeriten erwartet werden. Keine großartigen Innovationen also, sondern bekannte Strukturen, die großteils im Midtempo angesiedelt sind („Threshold“, „The fire burns forever“, „Howlin´ with the ´pac“), ein wenig flotter aus den Boxen dröhnen („Natural high“, „Shadow empire“, „Genocide“) oder lahmarschig und öde aus dem Lautsprecher kriechen („Rebel inside“, „Dark wings, dark words“, „Carved in stone“, „Titan“).

Abgesehen vom gepressten Fiepsen von Joacim Cans, der seine Aufnahmen scheinbar auf irgendeinem stillen Örtchen aufgenommen hat, stören die immer gleichen melodischen Abläufe und Strukturen, die nach mehrmaligem Genuss von „Threshold“ unaushaltbar zu nerven beginnen. Dadurch ist das sechste Werk von Hammerfall nur ein Geheimtipp für extreme Genre-Fans und solche, die es nicht erwarten können bis Manowar mit ihrer nächsten Klischeekeule aufkreuzen, die mit der Veröffentlichung der EP „Sons of Odin“ bereits in beängstigende Nähe gerückt ist.

Anspieltipps:

  • Threshold
  • Natural High
  • Reign Of The Hammer
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