Deicide - The Stench Of Redemption - Cover
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Deicide The Stench Of Redemption


  • Label: Earache/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Stench Of Redemption“ hält, was das Cover an Assoziationen hergibt.

Wenn auf der Trackliste Titel wie „Death to Jesus“, „Homage for Satan“ oder „The lord´s sedition“ stehen, dann sind allem Anschein nach die Vorzeige-Satansbraten von Deicide schuld daran. Dass sich Bandvorstand Glen Benton mit seinen tieftönenden Growls selbst auf dem achten Studioalbum „The stench of redemption“ anhört als würde er von Luzifer höchstpersönlich ausgesandt worden sein, die Erde vom wahren Herrscher zu berichten, liegt allerdings nicht rein am brutalen Inhalt der Texte, sondern unter anderem an den Nachwirkungen des Streits aufgrund von permanenter Unzuverlässigkeit mit den mittlerweile ausgestiegenen Hoffman-Brüdern Brian und Eric, die bislang für die Gitarrenarbeit zuständig waren.

Gemeinsam mit den beiden eingewechselten Ralph Santolla (war unter anderem bei Iced Earth, Sebastian Bach und Death tätig) und Jack Owen (Ex-Cannibal Corpse) entstand gemeinsam mit Benton am Bass und Steve Asheim am Schlagzeug mit „The stench of redemption“ ein knackiges Stück Death Metal, das durch präzise in Szene gesetzte Riffs und Double-Bassdrum-Geboller aufwartet und Deicide nach einigen zu schlapp wirkenden Outputs wieder ins Gespräch bringen wird. Von einem beherzten Schlag in die Fresse zum anderen, prügeln sich Benton und seine Mannen durch 8 knallharte Tracks in Tempo Mach 3, bis der aggressive Sound kurzfristig am Beginn vom letzten Stück „The lord´s sedition“ Halt macht und erst nach einer knapp 2 ½-minütigen, ruhig aufgebauten Einleitung losbricht und in gewohnter, möglichst erbarmungsloser Manier auf den Hörer niederschlägt.

„The stench of redemption“ hält eben, was das Cover an Assoziationen hergibt: Verwüstung, Zerstörung, Tod und Deicides sakrales Thema Nummer 1, Jesus. Obwohl die ersten drei Punkte die Instrumentenabteilung pflichtbewusst und knallhart erfüllt und sich der Erlöser wie immer textlich niederschlägt, ist den Death Metallern dennoch ein interessanter Brocken gelungen, der nicht wie früher unstrukturiert aus den Boxen knallt, sondern durch Schlachtross Benton gezogen wird, der um sich herum eine wohl überlegte, von seinen Mitstreitern getragene Apokalypse aufbauen lässt, die durch Mark und Bein fährt.

Anspieltipps:

  • Death To Jesus
  • Homage For Satan
  • The Lord´s Sedition
  • Walk With The Devil In Dreams You Behold
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