Missy Elliott - Respect M.E. - Cover
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Missy Elliott Respect M.E.


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 68 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

1996 bekommt Missy Elliott einen Vertrag bei Elektra Records, einem Unterlabel von Major Warner Music und ihr lang gehegter Traum einer Solo-Karriere beginnt nach einem langjährigen Leerlauf konkrete Formen anzunehmen. Zehn Jahre später ist sie zu einer der am härtesten im Musikbusiness arbeitenden Frauen avanciert, ihre Alben verkaufen sich vorzüglich, dennoch reicht der üppige Reinerlös der mittlerweile 35-Jährigen nicht und sie beschließt nebenbei noch eine Modelinie zu betreiben, die sie, der Reminiszenz ihres Namens wegen, „Respect M.E.“, also „Respect Missy Elliott“, nennt.

Da ihr sechster und bislang letzter Output „The cookbook“ (07/2005) in der Presse nicht sonderlich gut wegkommt und angesichts der Musik von einem auf der Stelle treten die Rede ist, brütet „Misdemeanor“ über einem ausgeklügelten Masterplan, der nicht nur die sich langsam aber sicher abwendende Journaille zurückholt, sondern auch ihre Adidas-Fashioncollection in aller Munde bringt und was bietet sich da mehr an als ein Best-Of-Album, das sich genauso nennt wie die eigens kreierten modischen Accessoires und Trainingshöschen?

Genau, „Respect M.E.“ schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen stößt man beim harmlosen googeln nach dem neuen Album auf die Adidas-Kollektion und zum anderen sieht die Presse kurz und bündig wie toll Missys Werk in ihren wichtigsten Facetten (nämlich vorrangig den Singles) eigentlich ist. Dummerweise offenbart die Zusammenstellung trotzdem, dass die Kreativität der Rapperin früher stärker in Erscheinung getreten ist, denn mit zehn Tracks der ersten drei Alben „Supa dupa fly“ („Beep me 911“, „The rain“, „Hit em wit da hee“, „Sock it to me“), „Da real world“ („All n my grill“, „Hot boyz“, „She´s a b**ch“) und „Miss E... so addictive“ („Get ur freak on“, „4 my people“, „One minute man“) ist bereits mehr als die Hälfte des Longplayers gefüllt.

Die restlichen sieben Stücke verteilen sich auf „Under construction“ („Work it“, „Gossip folks“), „This is not a test“ („I´m really hot”, “Pass that dutch”) und die letzte Veröffentlichung “The cookbook” (“Lose control”, “We run this”, “Teary eyed”), was die Angelegenheit für Missy-Fans der ersten Stunde in Desinteresse umschlagen lässt, da kein einziger neuer Song auf „Respect M.E.“ enthalten ist. Dadurch freuen sich eher die HipHop-Partytiere über die großteils äußerst tanzbare Zusammenstellung und der eine oder andere legt sich etwas aus dem wie ein kleiner Modekatalog aufgemachten Booklet zu.

Anspieltipps:

  • Work It
  • Lose Control
  • All N My Grill
  • One Minute Man
  • The Rain (Supa dupa fly)
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