Amon Amarth - With Oden On Our Side - Cover
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Amon Amarth With Oden On Our Side


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Amon Amarth gehören zu den Bands, die sich nicht durch Faulenzen und Nasenbohren eine treue und ständig wachsende Fangemeinde erspielt haben, sondern seit dem Debüt „Once sent from the golden hall“ (1998) so gut wie ständig am Touren sind und es dennoch schaffen kontinuierlich neue Songs zu stemmen, die jedes Dachgebälk zum Einstürzen bringen. Nicht anders verhält es sich mit dem neuesten Werk „With oden on our side“, das Johan Hegg (Gesang), Ted Lundström (Bass), Johann Söderberg (Gitarre), Olavi Mikkonen (Gitarre) und Frederik Andersson (Schlagzeug) in Höchstform, wenn nicht sogar in ihrer bislang besten Art und Weise, präsentiert.

Wo sie zu Beginn ihrer Karriere noch mit laschem Sound zu kämpfen hatten, errichten die fünf Stockholmer in Output Nummer 6 mit Hilfe von Produzent Jens Bogren (Opeth, Daylight Dies, Bloodbath) eine tödliche Mauer aus undurchdringbaren Doublebass-Attacken, schmücken diese mit griffigen, bitterbösen und messerscharfen Gitarrenparts und lassen Heggs markige Growls um eine Oktave tiefer in die Magengegend einschlagen. Der gefasste Leitsatz „back to the roots“, soll heißen mehr Death Metal, ist daher nicht nur in einigen Songs spür- und hörbar, sondern drückt den ohnehin stark gebeutelten Metalhead in beinahe jeder Sekunde mit voller Wucht gegen die Wand.

Das fängt bei den Midtempo-Bangern „Valhall awaits me“ und „Runes to my memory“ an, erfährt eine gnadenlose Steigerung in „Asator“, das sich und dem Hörer in seinen drei Minuten keine Verschnaufpause gönnt, wird im episch anmutenden und wieder etwas gesetzterem „Hermod´s ride to Hel – Lokes treachery part I“ durch einen stimmigen Beginn eingeleitet, der auch für den Schluss und somit für einen perfekten Aufbau sorgt und „Gods of war arise“ knüppelt einfach gerade nach vorn mit melodieverliebten Gitarren im mittleren Geschwindigkeitsbereich. Der Titeltrack drückt wieder mehr aufs Gaspedal, das letzte Aufbäumen in dieser Angelegenheit stellt dennoch das darauffolgende „Cry of the black birds“ dar, obwohl der verhaltene Beginn zuerst auf eine ganz andere Ausrichtung schließen lässt.

Mit geradezu balladesken und melancholisch eingefärbten Tönen im Rücken gurgelt Heggs aus den tiefsten Regionen seiner selbst den Text zu „Under the northern star“ und in „Prediction of warfare“ kann man förmlich die Wikinger, dessen Sagen und Mythen sich Amon Amarth angenommen haben, sehen, wie sie mit ihren Schiffen durchs Meer segeln, immer auf der Suche nach Neuland, das es zu erobern gibt. Odin bzw. Wotan, den Gott der nordischen Mythologie, scheinen Amon Amarth mit ihrem sechsten Werk tatsächlich auf ihrer Seite gehabt zu haben, denn so herrlich böse, frisch und ausgeglichen klang bislang kein Album der fünf Schweden. Dadurch bleibt „With Oden on our side“ selbst nach dem zigsten Mal knackig und genauso wünscht man sich das auch.

Anspieltipps:

  • Asator
  • Cry Of The Black Birds
  • Under The Northern Star
  • Hermod´s Ride To Hel – Lokes Treachery Part I
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