Coolio - The Return Of The Gangsta - Cover
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Coolio The Return Of The Gangsta


  • Label: Subside Records/EDEL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Gut, das Image mit dem Coolio alias Artis Ivey Jr. auf seinem fünften Album hausieren geht ist nicht nur alt, sondern auch billig. Schließlich war es der Kinofilm „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer in der Hauptrolle, der 1995 die Leinwände der Welt enterte, mit Coolios Song „Gangsta´s paradise“ im Rücken. Für den Rapper bedeutete der Megahit zusätzlich eine Grammy-Auszeichnung in der Kategorie „Best Rap Solo Performance“ und über das darauffolgende (in seiner Diskographie bereits zweite) Album mit gleichem Titel konnte er sich aufgrund dessen stattlicher Verkaufszahlen ebenfalls nicht beklagen. Zwei Jahre später, nach der Veröffentlichung seines dritten Werkes „My soul“ war jedoch das Ende der Fahnenstange erreicht: Coolio wird im deutschen Böblingen wegen Ladendiebstahls festgenommen, in Los Angeles verliert er seinen Führerschein und wird mit Marihuana erwischt.

Nach einer längeren Durststrecke erscheint erst 2002 ein Nachfolger zu „My soul“ namens „El cool magnifico“ und das fünfte Werk lässt genauso auf sich warten. „The return of the gangsta“ ist trotz der unmissverständlichen Anspielung auf seinen größten Hit keine Rückkehr zu alten Tugenden, wie z.B. wohl durchdachte Storys vom Schlage eines „C U when U get there“, geworden. Vielmehr präsentiert Ivey auf seinem neuesten Output eine Schnittmenge aus derzeit angesagtem Chart-Hip Hop und relaxten Grooves, auf dem sich mehrere Gaststars das Mikro in die Hand geben, wie der in unseren Breitenkreisen am bekanntesten, Snoop Dogg („Gangsta walk“) und unter anderem Goast („Do it“), Brasa („Drop something“), Gangsta-Lu („Make money“, „Dip it“), K-La („Lady & gangsta“), Artisha („Daddy´s song“) und LV („One more night“).

Eingesponnen werden die 13 neuen Tracks in eine fiktive Radiosendung, in der der ansässige Radiojockey Coolio über den grünen Klee lobt und folglich dessen Songs spielt. Abgesehen von dieser nicht neuen Idee und mehreren Mittelklasse-Stücken, die andächtig und spannungslos vor sich hin wabern, geht der erzwungene Gangsta-Stil ziemlich schnell auf die Nerven, der nicht selten in den inflationären Gebrauch des Wortes „Nigga“ oder natürlich „Gangsta“ mündet. Dennoch darf von einem anständigen, aber bestenfalls durchschnittlichem Album die Rede sein, das sich leider ein wenig zu ernst nimmt.

Anspieltipps:

  • Do It
  • Dip It
  • Keep On Dancing
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