+44 - When Your Heart Stops Beating - Cover
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+44 When Your Heart Stops Beating


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Travis Barker und Mark Hoppus stellten bis vor zwei Jahren zusammen mit Tom DeLonge das megaerfolgreiche Punkrocktrio Blink-182 („What’s my age again?“) dar. Dann zerstritten sich die Herrschaften und lösten die Gruppe auf. DeLonge macht seitdem mit Angels & Airwaves sphärische Musik á la „Pink Floyd trifft auf The Cure“, während Barker und Hoppus mit ihrer neuen Band (+44) versuchen, auf den Spuren von Blink-182 zu bleiben.

Zusammen mit den beiden Gitarristen Shane Gallagher (The Nervous Return) und Craig Fairbaugh (Transplants) gehen Mark Hoppus (Gesang, Bass) und Travis Barker (Drums, Keyboards) also vermeintlich auf Nummer sicher und knüpfen musikalisch nicht weit vom letzten Album ihrer alten Band ans Geschehen an: „Wir sind immerhin zwei drittel von Blink-182, also müssen wir auch keine Angst haben, dass wir nach Blink-182 klingen könnten. Wir sind gar nicht daran interessiert, die Vergangenheit über den Haufen zu werfen. Vielmehr wollen wir auf der Vergangenheit aufbauen bzw. auf diesen Erfahrungen aufbauend etwas Neues kreieren.

(+44), benannt nach dem internationalen Telefon-Vorwahl-Code für Großbritannien, gingen folgerichtig mit dem langjährigen Blink-182-Produzenten Jerry Finn (Sum 41, Alkaline Trio, Morrissey) ins Studio und spielten 13 Stücke für ihr „When Your Heart Stops Beating“ betiteltes Debüt ein. Dieses zeigt sich weniger punkig als das Blink-Material, dafür integriert die Band elektronische Elemente („Weatherman“) in ihren Sound, der dadurch moderner und nicht so leicht ausrechenbar klingt. Mit massentauglichen Refrains und albernen Texten wie aus alten Blink-Tagen wird der Hörer dagegen nur selten (Refrains) bzw. gar nicht (Texte) verwöhnt. Kaum zu glauben, aber selbst kindische Spaßvögel wie Travis Barker und Mark Hoppus werden irgendwann erwachsen und passen sich diesem Umstand mit ihrer Musik an.

Unterm Strich ist (+44) kein besseres Album als Angels & Airwaves und damit ihrem alten Mitstreiter Tom DeLonge gelungen. Die Musiker spielen technisch auf hohem Niveau, sie rocken ab und zu ganz ordentlich („Lycanthrope“), tuschieren alte Blink-Hymnik („Baby come on“, „When your heart stops beating“) und wühlen ein bisschen im Körbchen der 80er Jahre Soundästhetik („155“). Das ist ganz okay, aber ohne echten Aha-Effekt, der die Kids hysterisch in die Plattenläden treibt.

Anspieltipps:

  • Lillian
  • No, it isn’t
  • Little death
  • Make you smile
  • Baby come home
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