Falconer - Northwind - Cover
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Falconer Northwind


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei fünf Veröffentlichungen innerhalb von fünf Jahren ist es bemerkenswert, wie unverbraucht die Ideen umgesetzt wurden.

Als sich Mathias Blad nach „Chapters from a vale forlorn“ (2002) aufgrund des dicht gedrängten Zeitplans wieder mehr dem Musical und Theater widmete, war die Enttäuschung in der Fangemeinde Falconers groß. Und obwohl Nachfolger Kristoffer Göbel seine Sache auf „Sceptre of deception“ (2003) und „Grime vs. Grandeur“ (2005) mit viel Herzblut erledigte, so wünschte man sich doch insgeheim Blad zurück, nicht nur weil der letzte Output in eine Richtung gelenkt wurde, die sich immer mehr weg von der Verwendung der traditionellen Folkmusik bewegte.

Als die Truppe während des Songwritingprozesses zum neuen Werk versuchte wieder an alte Tugenden anzuschließen, bahnte sich außerdem die erfreuliche Nachricht an, Mathias würde zur Band zurückkehren. Als es im November letzten Jahres soweit war und das LineUp mit Stefan Weinerhall (Gitarre, Keyboard), Jimmy Hedlund (Gitarre), Magnus Linhardt (Bass) und Karsten Larsson (Schlagzeug) komplettiert wurde, zog sich Falconer zwischen Februar und Juli ins Studio zurück um die neuen Songs einzuspielen.

Das Ergebnis hört auf den Namen „Northwind“ und lässt die Grenzen zum Frühwerk Blind Guardians immer mehr verwischen, auch wenn sich die Krefelder wesentlich rasanter in Szene setzen. Das hat zur Folge, das manche Songs von Falconer aufgrund der Texte und der gemäßigten musikalischen Darbietung ziemlich schnell schlagerähnliche Referenzen aufbieten (z.B. „Northwind“), in denen der Schunkelfaktor mühelos die volle Punktezahl erklimmt. Abgesehen von diesen, zum Glück dünn gesäten, Fehltritten trumpft Blad mit einer gesanglichen Stärke auf, die Songs wie „Catch the shadows“ oder das in schwedisch gehaltene „Himmel sa trind“ zu einem wahren Ohrenschmaus machen.

Bei fünf Veröffentlichungen innerhalb von fünf Jahren ist es bemerkenswert, wie unverbraucht die Idee umgesetzt wurde, Power Metal mit folkloristischen Elementen zu vermengen, denn trotz einiger Durchhänger oder dem fehlenden Punch im Bassbereich ist „Northwind“ ein entspanntes Werk geworden, dass mit der Stimme von Blad nicht nur alte Fans überreden sollte, sondern auch neue rekrutieren wird.

Anspieltipps:

  • Catch The Shadows
  • Perjury And Sanctity
  • Legend And The Lore
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