Rhapsody Of Fire - Triumph Or Agony - Cover
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Rhapsody Of Fire Triumph Or Agony


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schlimmsten aller Prophezeiungen, die die Welt bedrohen.

Ob das nun Filmscore Metal oder Symphonic Epic Hollywood Metal ist, was da mit „Triumph or agony“ aus den Boxen schleicht, Rhapsody Of Fire haben seit dem Vorgänger „Symphony of enchanted lands 2: The dark secret“ (2004) eine Schippe draufgelegt und präsentieren sich größer, bombastischer und eindringlicher in ihrem Gebärden eine perfekte Klangkulisse für ihre eigene Fantasystory zu erschaffen. Nicht nur der Chor, sondern auch das Orchester hat sich jeweils um 20 Zähler aufgestockt und so gibt es dieses Mal den 70 Mann Brno Academy Chor und das 70 Mann Bohuslav Martinu Philharmonic Orchestra auf die Ohren. Den Rest bedienen Luca Turilli (Gitarre), Alex Staropoli (Keyboard), Patrice Guers (Bass), Alex Holzwarth (Schlagzeug) und Fabio Lione darf sich ein weiteres Mal an den englischen Texten mit seinem niedlichen italienischen Akzent versuchen, der in einigen Momenten an Schlagerstar Al Bano Carrisi erinnert.

Die Geschichte, die „Triumph or agony“ erzählen will, ist folgende: „Khaas, Held der Mittelländer, Tarish der Elfenkönig, Prinzessin Lothen, Dargor, der Herr der Schatten und der weise Hexer Iras Algor machen sich bereit, um die dunklen Höhlen von „Dar-Kunor”, einem unterirdischen Labyrinth des Schreckens im Herzen der nebelumhüllten Darklands, zu betreten. Die Helden müssen nun die überlieferten Geheimnisse „Dar-Kunors“ herausfordern um so das letzte der sieben Bücher, das in grauer Vorzeit von Nekron, dem Dämonenfürsten - dem Sohn des Höllenherrschers Kron – mit dem Blut von Engeln geschrieben wurden, zu finden. Dieses schwarze Buch könnte die schlimmsten aller Prophezeiungen beinhalten, die die Welt bedrohen“, erklärt Verfasser und Gitarrist Turilli.

Angesetzt ist die epische Heldensaga im Mittelalter und das wurde auch musikalisch an mehreren Stellen in Spielleute-Manier umgesetzt. Ansonsten ist das Orchester in Begleitung mit dem Chor und Fabio Lione vorherrschend und das Tempo der Songs erstreckt sich zwischen schwelgerischer, mittlerer und balladesker, langsamer Geschwindigkeit. Die Mitglieder von Rhapsody Of Fire ordnen sich zum größten Teil den Streichern und der Entfaltung der bombastischen Elemente unter, wodurch ein stimmiger Handlungsverlauf erschaffen wurde, der allerdings nicht auf pompösen Kitsch verzichtet. Die Produktion haben Turilli und Staropoli selbst in die Hand genommen, ließen sich aber gelegentlich von Sascha Paeth (Kamelot, Lunatica) beraten. Das führt schlussendlich zu einem über weite Strecken großartigen Geflecht aus Klassik und Moderne (das 16½ Minuten lange „The mystic prophecy of the demon knight“ sollte man sich als Genre-Fan keinesfalls entgehen lassen), das sich allerdings auch recht schnell abnutzen kann.

Anspieltipps:

  • Triumph Or Agony
  • Bloody Red Dungeons
  • The Myth Of The Holy Sword
  • The Mystic Prophecy Of The Demon Knight
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