Lunatica - The Edge Of Infinity - Cover
Große Ansicht

Lunatica The Edge Of Infinity


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Meistens werden Einleitungen auf Alben dazu verwendet den Künstler ins rechte Licht zu rücken, das Album stilvoll beginnen zu lassen oder einen Handlungsrahmen aufzuziehen, indem sich das restliche Material erstreckt. Für den dritten Output der Schweizer Band Lunatica ist „The edge of infinity“ im ersten Stück nicht nur mit einem äußerst prominenten Gast bedacht worden, sondern das Werk führt den Weg, der bei „Atlantis“ (2001) begann und über „Fables & dreams“ (2004) schlussendlich zur vorliegenden Platte wuchs, konsequent weiter, sodass das nächste musikalische Abenteuer mit sirenenhaftem Gesang auf die ungeduldigen Fans wartet.

Doch alles der Reihe nach: Das tieftönende Organ, das in „Introduction“ einen mystischen und spirituell anmutenden Einstieg verursacht, gehört niemand geringerem als Yello-Sänger Dieter Meier. Dieser war dem Aufruf der Band gefolgt ein ausdrucksstarkes Anfangsplädoyer zu liefern. Im Anschluss daran setzt der Song „The edge of infinity“ ein und die Lunatica-typische Kost, die sich im Metal mit klassischen und symphonischen Elementen niedergelassen hat, kann beginnen. Auch die helle Stimme Andrea Dätwylers, die für Parallelen zu Nightwish, Evanescence und Konsorten sorgt, ist wieder mit dabei und gemeinsam mit Alex Seiberl (Keyboard), André Leuenberger (Gitarre), Sandro D´Incau (Gitarre), Emilio Barrantes (Bass) und Ronnie Wolf (Schlagzeug) entfachen die Schweizer ein bezauberndes, mit positiver Energie durchzogenes Album, das hauptsächlich im Midtempo-Bereich anzutreffen ist.

Wie schon auf „Fables & dreams“ wurde Lunatica durch das Produzenten-Duo Sascha Paeth und Miro (Kamelot, Rhapsody) unterstützt, die für einen anständigen Klang auf beiden Seiten (die klassische und die moderne) sorgen. Für einen Song („Who you are“) beauftragte die Gruppe sogar die schwedische Songwriter-Fabrik der Location Studios, die bereits den Umgang mit Stars wie Westlife, Britney Spears, Lindsay Lohan oder Ana Johnsson pflegte. Dadurch wurde ein gelungener Spannungsbogen geschaffen, der sowohl Balladen und ruhigere Stücke („The power of love“, „Who you are“) als auch flottere Kost mit ausbalancierten Hooklines („Words unleashed“, „Sons of the wind“, „Out!“) sowie ein Duett mit John Payne (Asia) mit „Song for you“ umfasst. Das macht unterm Strich ein hinreißendes, mit einer lieblichen Stimme versehenes Album, das zwar stellenweise im Kitsch badet, aber glücklicherweise immer selbst zur Besinnung kommt.

Anspieltipps:

  • Out!
  • Who You Are
  • Words Unleashed
  • Sons Of The Wind
Neue Kritiken im Genre „Symphonic Metal“
6.5/10

Where I Reign: The Very Best Of The Noise Years 1995-2003
  • 2016    
Diskutiere über „Lunatica“
comments powered by Disqus