Dream Evil - United - Cover
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Dream Evil United


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Flitzefinger Gus G. (Gitarre) ist weg und konzentriert sich jetzt ausschließlich auf Firewind. Snowy Shaw (Schlgazeug) ist ebenfalls von Bord gegangen. Damit gerät das vierte Dream-Evil-Album „United“ zur unfreiwilligen Nagelprobe für die schwedischen Melodic Metaller, die neben Fredrik Nordström (Lead Gitarre), Peter Stalfors (Bass) und Niklas Isfeldt (Gesang) nun von Pat Power (Drums) und Mark Black (Gitarre) komplettiert werden. Ob es nur an den Umbesetzungen liegt, dass „United“ nicht wirklich schlecht, aber ungewöhnlich bieder ausgefallen ist?

Fakt ist, dass der melodische True Metal des Quartetts immer noch ziemlich heftig aus den Boxen ballert. Der Gesang ist eingängig und klar, Bass und Schlagzeug donnern druckvoll nach vorne und die Kompositionen sind gradlinig und sehr von traditionellem 80er-Jahre-Metal geprägt – inklusive klischeehafter Texte um Himmel, Hölle, ewigem Eis und Fegefeuer. Da lugt mal ein bisschen Judas Priest heraus („Back from the dead“) oder die deutschen Abrissbirnen von Accept („Let me out“). Es gibt Elemente á la Dio („United“), Rammstein-Gestampfe („My number one“, übrigens eine Coverversion des griechischen Beitrags zum Eurovision Song Contest 2005!) sowie eine epische und natürlich obligatorische Bombastballade („Love is blind“), die einfach jede Power/Melodic-Metal-Combo im Repertoire haben muss.

Das hört sich zusammengefasst recht gut an (zu den herausragenden Stücken zählen „Falling und „Back from the dead“), braucht aber eine gewisse Anlaufzeit, um richtig zu zünden. So verschenken die Schweden die Anwartschaft auf ein starkes Album mit den am Anfang angedeuteten Biederkeiten vom Schlage „Doomlord“, „Evilution“ und „Higher on fire“, die zigfach gehörtes Riffing und dröge Texte zu Melodic Metal von der Stange bieten. Deshalb ist „United“ aber nicht gleich auf die Abschussliste zu setzen. Ein paar richtig starke Kracher sind nämlich auch dem diesem 12-Tracker zu finden.

Anspieltipps:

  • Falling
  • Let me out
  • Back from the dead
  • Fire! Battle! In Metal!
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