Valentine - Blue Merry-Go-Round - Cover
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Valentine Blue Merry-Go-Round


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Wahl-Berlinerin wurde vor 18 Jahren als Valentine Romanski im sächsischen Ort Zwenkau geboren. Mit ihrem ersten Album „Ocean Full Of Tears” (07/2005) erzielte sie einen Achtungserfolg, der sich immerhin zwei Monate lang in den Top 100 der Album-Charts halten konnte. Das Besondere an Valentine: Sie schreibt und komponiert ihre Musik fast im Alleingang. So auch auf ihrem Zweitwerk „Blue Merry-Go-Round“, das 14 Monate nach ihrem Debüt in die Läden kommt. Wiederum hat die 18-Jährige nur wenig fremde Hilfe bei den neuen Songs in Anspruch genommen, die eine Weiterentwicklung ihres melancholischen Piano-Pop darstellen und sich thematisch wie gehabt sehr stark um Beziehungen, Liebe und Freundschaft drehen.

Der Einstieg mit „Why?“ – dem längsten Stück des Albums – ist ungewöhnlich düster ausgefallen. Der getragene Song kommt dramatisch, mit schwerer Orchesterbegleitung, zu Valentines tropfenden Pianospiel daher. Ganz sicher keine Komposition, die man einfach mal aus dem Ärmel schüttelt. Wesentlich spritziger ist dagegen die erste Singleauskopplung „You & me“, die mit flotten Rhythmen und zarter Streicherbegleitung fröhliche Stimmung verbreitet. Den Einfluss von Valentines Lieblingsbands Keane und Coldplay hört man in „Believe“ und „Consolation“heraus. Der Songaufbau ist progressiver, das Pianospiel zum Teil wesentlich härter, unterstützt von dominanten Bässen. Balladesk und verträumt geht es im Titeltrack zu, während „Here we are“ zumindest einen hymnischen Refrain präsentiert, der auf Hollywood-Soundtrack-Niveau ist. Verspielter und introvertierter ist „Cold walls“ ausgefallen, wobei auch hier ein sehr kraftvoller Refrain heraussticht.

Somit ist auch „Blue Merry-Go-Round“, abgesehen von ein paar leicht schwächeren Songs („Not too late“, „Cruel to myself“, „Hell yeah“) wieder ein sehr schönes Album geworden, das wie der Vorgänger nur eine einzige Schwachstelle hat: Der Akzent von Valentine. Die englische Aussprache ließe sich gewiss noch verbessern. Vielleicht beim nächsten Mal.

Anspieltipps:

  • Why?
  • You & me
  • When I fly
  • Here we are
  • Blue Merry-go-round
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