Loon - No Friends - Cover
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Loon No Friends


  • Label: Cleopatra Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

„And it’s Bad Boy for Life....“ – Diesen Satz rappte Loon noch vor einigen Jahren auf seinem gleichnamigen Debütalbum, welches leider floppte. Nicht, weil Chauncey Hawkins alias Loon Schlaf-Rap, wie einige Hater es nennen, vermarktet, sondern, weil Bad Boy Records dem Rapper aus Harlem nicht genug Unterstützung mit auf den Weg gab. Die Folge war die Trennung von P. Diddy, Puff Daddy, Diddy oder wie auch immer er sich nennt und seinem Schützling Loon, der nun wortwörtlich sein eigenes Ding durchgezogen hat. Mit Boss Up Entertainment ist Loon Gründer und CEO zugleich und bringt mit „No Friends“ sein erstes Mixtape nach seiner Bad Boy Ära auf den Markt. Schon im Intro macht er klar: Bad Boy ist Geschichte. Sein neuer Slogan: Loon... Boss Up!

Und damit geht es auch gleich los, auf „Run“ präsentiert sich Loon rauer und grober, als auf seinen bisherigen Tracks und zeigt sich von seiner düsteren Seite. Sein neuer Rapstyle nimmt in „Mobb style“ starken Einfluss auf das Hitpotenzial des Songs und Loon beweist mal wieder, dass er ein vielseitiger Rapper ist, der nicht in eine Schublade gesteckt werden kann. Die folgenden Tracks sind zwar gut, jedoch bieten sie leider nicht so viel Abwechslung und die Beats sind etwas schwächer, als die vorigen. In „Distracted“ holt Loon allerdings wieder zum nächsten Schlag aus, indem er seinen bekannten Flow (auch Smooth, Laid Back Flow genannt) aus der Hosentasche kramt und richtig loslegt. Fans von seinem ersten Album werden „Distracted“ mit Sicherheit lieben, da wir ihn dort in guter alter Loon-Manier zu hören bekommen.

Das nächste Lied auf „No friends“ ist „Nova / What happened to Pastor“, welches eigentlich unter den Underground- und Diss-Track-Fans bekannt sein dürfte. Loon lässt dort seine Wut an dem Rapper Mase raus, mit dem er offenbar einige Rechnungen offen stehen hat. Dabei waren die Beiden ursprünglich befreundet und Mitglieder der Rapgruppe „Harlem World“. Der letzte Song „Think again“ wird von Loon meisterlich rein gerappt, er kommt nicht ins stolpern oder ähnliches. Alles passt zusammen und bietet somit einen gelungenen Abschluss von „No Friends“.

Aber wieso eigentlich No Friends? „It is the first time I put a whole project together by myself, without friends.“ („Es ist das erste Mal, dass ich ein Projekt alleine durchgeführt habe, ohne Freund“”), erklärt der gute Mann in seinem Intro, worauf er stolz sein kann. Denn „No Friends“ ist ein sehr guter Vorgeschmack auf den neuen und freien Loon, den wir bald zu Gesicht bekommen werden. Sein neues Album „My Harlem, My World“ ist noch für dieses Jahr geplant und wird mit Sicherheit einen größeren Erfolg feiern können, als sein Debütalbum von 2003. Loon ist auf dem besten Wege sich selbst im harten Musikbusiness zu etablieren und wird bestimmt nicht so schnell wieder aufgeben. So, it’s Boss Up for Life!

Anspieltipps:

  • Run
  • Eyes On U
  • Mobb Style
  • Distracted
  • Think Again
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