A Love Ends Suicide - In The Disaster - Cover
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A Love Ends Suicide In The Disaster


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 39 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Oje, da ist aber jemand sauer! Songs die sich „Romance creates killers“ oder „Dying to be beautiful” nennen, klingen schon hässlich vorprogrammiert in die Emo-Screamo-Schublade zu passen. Wenn dann auch noch ein Titel wie „Let´s spark to fire“ auftaucht und ein Bild die Frontansicht ziert, auf dem ein Haus lichterloh in Flammen steht und sich zusätzlich im Hintergrund ein Tornado dem Geschehen nähert, erhärtet sich die (möglicherweise ungerechtfertigte) Vorahnung einer weiteren 0815-Truppe nicht vorhandene oder versteckte Pluspunkte abzugewinnen.

Dummerweise war das lange nicht alles, denn John Cairoli (Gesang), Emir Abdo (Gesang, Bass), Oscar Cairoli (Gitarre), Matt Garcia (Gitarre) und Andres Abdo (Schlagzeug) aus West Covina aus Kalifornien haben sich den Namen A Love Ends Suicide (Liebe endet im Selbstmord) gegeben und stehen wahrscheinlich auch noch dazu. Eine kleine Notiz am Rande des Pressetextes stößt dennoch auf Hellhörigkeit, wird darin doch erklärt ALES seien eine Progressive/Metal/Rock-Band. Moment, Progressiv??? Gut, einige Stücke beherbergen derartige Elemente im Aufbau, aber prinzipiell ist „In the disaster“ nicht mehr als substanzloser Brei, der nach vier, fünf Songs extrem auf die Nerven geht, progressiv hin oder her.

Das liegt nicht etwa an der technischen Darbietung des Fünfers, sondern einzig und allein am Material, das immer auf denselben Aufbau zurückgreift: Ein lauthals brüllender John Cairoli mimt den schlecht gelaunten Sänger, Emir Abdo ist sein süßliches Pendant, der neben klar gesungenen Passagen auch den Bass beisteuert, die Gitarren-Fraktion Oscar Cairoli und Matt Garcia holzt ein beliebiges Riff nach dem anderen aus den Saiteninstrumenten und Schlagzeuger Andres Abdo darf seine Sticks genüsslich auf die Felle dreschen. Das alles geschieht mit einer Vorhersehbarkeit, die geradezu beängstigend ist. Unverständlich wird dadurch, dass Tim Lambesis von As I Lay Dying mit seinem frisch gegründeten Label High Impact Records, das sich in die bereits vorhandenen Strukturen von Metal Blade integriert, die Jungs als ersten Act unterzeichnen ließ. Vielleicht sollte er seinen Entschluss noch einmal überdenken.

Anspieltipps:

  • In The Disaster
  • Let´s Spark To Fire
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