Goatwhore - A Haunting Curse - Cover
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Goatwhore A Haunting Curse


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer gleich Anfang September ordentlich eine in die Eier getreten bekommen möchte, sollte zu „A haunting curse“ greifen. Die aus New Orleans stammende Kombo Goatwhore zeichnet sich für diesen Vorschlaghammer verantwortlich und knüppelt auf ihrem bislang dritten Album nach „The eclipse of ages into black“ (2000) und „Funeral dirge for the rotting sun“ (2003), die beide über Rotten Records vertrieben wurden, nun bei Metal Blade mit einer dunklen Death Metal-Produktion jeden Ziegenpeter an die Wand.

Gleich ohne viel Geplänkel steigt „Wear this scars of testimony“ mit einem Doublebassdrum-Gezeter ein und knallt dem Hörer das erste Brett vor den Latz. Ben Falgoust unterfüttert das Szenario mit unaffektierter Darbietung seines Textes und erst im weiteren Verlauf des Tracks gedeiht eine funktionierende Symbiose mit den übrigen Instrumenten. Diese Grundparameter werden in „Bloodletting upon the cloven hoof“ nicht stark verändert, allerdings gibt es hier einen wesentlich stimmigeren Schlusspart. „Alchemy of the black sun cult“ stützt sich sowohl in der Einleitung als auch im weiteren Verlauf dieses Midtempo-Ungetüms auf die einschneidenden Riffs von Gitarrist Sammy Duet und die wummernden Akkorde von Bassist Nathan Bergeron, sodass Zack Simmons dem Hörer erst wieder in „My eyes are the spears of chaos“ am Schlagzeug einheizt. Zwischenzeitlich beginnt sich auch das eintönige Sprechgegröle Falgousts zu entwickeln und wird mitunter zu einem tiefen Growl oder knarzt in fieser Manier durchs Trommelfell.

Einen Nackenbrecher präsentieren die Jungs mit „In the narrow confines of defilement“, das sich mit einem Groove durchs Unterholz metzelt, das einem die Spucke gefriert. Überhaupt zeugt das Stück eindrucksvoll von der Abwechslung um die sich Goatwhore während ihrer durchschnittlichen Dreineinhalb-Minüter bemühen. Leider markiert „Forever consumed oblivion“ im Anschluss, dass die Ideen trotzdem langsam aber sicher ausgehen, obwohl „A haunting curse...“ noch einmal ordentlich auf die Kacke haut, „Silence marked by the breaking of bone“ durch eine vorzügliche Gitarren-Schlagzeug-Kombo vorangetrieben wird, „Diabolical submergence of rebirth“ kompromisslose Kost ohne jegliche Gefangene bietet und „...Of ashen slumber“ ein nettes, einminütiges Intermezzo darstellt, bevor „I avenge myself“ ein letztes Mal die Keule auspackt und auf alles eindrischt, was sich ihm in den Weg stellt. Ja, „A haunting curse“ mag seine Längen besitzen, eine anständige metallische Gehirnwäsche bleibt das dritte Werk von Goatwhore dennoch, sodass letztendlich nur noch zu sagen bleibt: „Ich glaub mich tritt ein Pferd - oder war’s doch eine Ziege?“

Anspieltipps:

  • I Avenge Myself
  • A Haunting Curse….
  • Bloodletting Upon The Cloven Hoof
  • In The Narrow Confines Of Defilement
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