Joan Jett And The Blackhearts - Sinner - Cover
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Joan Jett And The Blackhearts Sinner


  • Label: Blackheart Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Joan Jett veröffentlichte 1981 eine Single, die bis heute nach nur drei Sekunden Anspielzeit die Leute automatisch auf die Tanzfläche zieht. Mit „I Love Rock'n'Roll“ hat die kleine, aber toughe Dame ihren bislang größten Erfolg eingefahren. Doch auch die Zeit vor 1981 war alles andere als langweilig. Joan Marie Larkin, die sich nach der Scheidung ihrer Eltern in Jett umbenannte, kam in Philadelphia zur Welt. Doch sie zog nur wenige Jahre später nach Hollywood, um sich unter anderem dort um ihre Musikkarriere zu kümmern. Und diese lief mit der Frauenformation The Runaways auch recht erfolgreich an; in der Zeit zwischen 1976 und 1979 erspielten sich die Punk-Rockerinnen sowohl in Amerika, als auch in Japan eine beachtliche Popularität.

Fließend ging der Runaway-Bruch mit der ersten eigenen Labelgründung ineinander über; Blackheart Records war geboren, genau wie die bis heute bestehende Band: Joan Jett And The Blackhearts. Bis heute veröffentlichte Joan mit ihren Männern sage und schreibe 22 (!) Alben, „Sinner“ ist Werk 23 und ein Ende ist – beachtet man die Power auf dem Neuling – nicht abzusehen. Der Punk aus alten Runaways-Zeiten wurde zwar fein säuberlich abgelegt, aber der Rock ist geblieben. Stimmlich hat Miss Jett erstaunlicherweise nichts einbüßen müssen, kräftig und kratzig bestreitet sie alle vierzehn Songs.

„Riddels“ zum Einstieg ist passend gewählt, der Charakter von „Sinner“ wird dadurch von Beginn an aufgezeigt. „'Five“ wartet mit knochenharten Gitarren auf und Songs wie „Change the world“ lassen auch den Letzten erkennen, dass diese vier Musiker nicht erst seit fünf Jahren Musik machen. Ein Stück Siebziger-, aber auch Achtziger-Rock ist in fast jedem einzelnen Song zu erkennen. Wie laut und krachend das Album doch ist, bemerkt man erst beim Song „Androgynous“, der – bis auf den Text – regelrecht friedlich wirkt. Die Abwechslung kommt gelegen, lief die Band doch kurzzeitig Gefahr, in Monotonie zu verfallen. „Watersign“ als einzige Ballade überzeugt nicht vollständig, auch wenn das Gitarrensolo passend gesetzt ist.

„Sinner“ wird Joan Jett And The Blackhearts nicht in den Rock-Legenden-Himmel beförden, aber es zeigt, dass auch nach sechsundzwanzig Jahren mit schwarzem Herz noch viel Kreativität vorhanden ist. Als müde kann man das Quartett augen- beziehungsweise ohrenscheinlich noch lange nicht bezeichnen.

Anspieltipps:

  • Riddles
  • Five
  • Change The World
  • Androgynous
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