Teriyaki Boyz - Beef Or Chicken - Cover
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Teriyaki Boyz Beef Or Chicken


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die HipHop-Boygroup Teriyaki Boyz sorgt in ihrer japanischen Heimat schon seit einem Jahr für Furore. Das Quintett wurde zu einer freshen Unit mit Supergruppenstatus im Stall von Def Jam Recordings (!) zusammengewürfelt. Sie besteht aus den MCs Ryo-Z und Ilmari, den Rappern Wise und Verbal, sowie dem DJ und Produzenten Nigo, die alle schon seit Jahren in anderen Projekten aktiv waren.

Besonders unglaublich an den Teriyaki Boyz ist die Liste der beteiligten Gast-Produzenten. Hier gaben sich u.a. The Neptunes, Ad-Rock (Beastie Boys), Daft Punk, Just Blaze, DJ Shadow, Cut Chemist und DJ Premier die Klinke in die Hand, um die 14 Tracks des Debütalbums „Beef Or Chicken“ auf die Beine zu stellen. Kein Wunder, dass die Platte in Japan schon mehr als 200.000 Mal über die Ladentische ging. Wegen der namhaften Gäste war die Zusammenstellung des Albums allerdings eine ziemlich wilde Angelegenheit. Die Jungs probierten ewig an ihrem Style herum und schafften es gerade mal, drei Tracks in neun Monaten auf Band zu bekommen. Als dann nach und nach die Beiträge der Gäste ins Haus schneiten, musste es vergleichsweise schnell gehen und nach weiteren zwei Monaten war „Beef Or Chicken“ endlich fertig.

Das häufigste Urteil über diesen japanischen HipHop war bis jetzt „interessant“. Denn trotz der westlichen Einflüsse ist der Stil des Fünfers etwas gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen fremdartig. Auffällig ist, dass viele Stücke sehr poppig sind und nicht viel mit amerikanischen HipHop zu tun haben. Selbst wenn sich ein Pharrell persönlich um das Gelingen kümmert („Large“) oder der gute alte Ad-Rock herrliche Old-School-Beats aus der Beastie-Boys-Schublade kramt („Shout out for delivery“), fragt man sich schon, was denn nun so sensationell an den Teriyaki Boyz sein soll.

Der Eindruck einer gezielt zusammengestellten Chartbreaker-Posse ist jedenfalls nicht weg zu diskutieren. Und am Ende gibt es nicht mehr als eine Hand voll cooler Ideen zu bestaunen. Für ein von vorne bis hinten starkes Album reicht das nicht aus.

Anspieltipps:

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  • The takeover
  • HeartBreaker
  • Kamikaze 108 (Remix)
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