Peter Frampton - Fingerprints - Cover
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Peter Frampton Fingerprints


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Peter Frampton 1976: Geboren in Beckenham, Kent, einer süd-östlichen Grafschaft in England, schließt sich der Brite mit 10 Jahren der Band Little Ravens an und lernt David Bowie auf der Bromley Technical School kennen. Mit 15 spielt er bei The Herd, die zwar keinen nennenswerten kommerziellen Erfolg erzielen konnten, aber Frampton gelangte durch sein kindliches Äußeres zum Teenie-Idol gefolgt mit einer Auszeichnung zum „The face of ´68“. Nachdem sich The Herd aufgrund der mäßigen Umsätze trennen, taucht er bei der All Star-Truppe Humble Pie unter, ertragreich wird es für ihn allerdings erst als Solokünstler. Allem voran steht die Live-Platte „Frampton comes alive“ (1976), die nicht nur bis dato über 6 Millionen Einheiten abgesetzt hat, sondern dem leidenschaftlichen Gitarristen auch diverse Auszeichnungen beschert.

Peter Frampton 1980: Im Fahrwasser dieses sensationellen Erfolges schwimmt der Studio-Nachfolger „I´m in you“ (1977) zwar noch einigermaßen mit, das Desaster folgt jedoch auf dem Fuße: Zuerst ist das nett gemeinte Projekt, ein Musical über die Beatles namens „Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band“, ein sowohl kommerzieller als auch handlungs- und musiktechnischer Megaflop, sein nächstes Solowerk „Where should I be“ (1979) hat ebenfalls nicht viel zu lachen und als er ein Jahr später auf den Bahamas in einem schweren Autounfall verwickelt wird, nach dem er beinahe nicht mehr unter den Lebenden verweilt hätte, schafft Frampton es nicht mehr an alte Erfolge anzuschließen.

Peter Frampton 2003: Nachdem mit dem 1994er Output „Relativity“ vorerst Schicht im Schacht war und ihm nur der Live-Mitschnitt „Frampton comes alive 2“ ein wenig aus der Versenkung holte, folgte erst 2003, also 9 Jahre später, das Comeback mit „Now“, das die Presse aufgrund der perfekten Gitarrenarbeit euphorisch werden ließ und den Briten unter dem Banner „Frampton comes alive again!“ wieder zu Ruhm verhalf.

Peter Frampton 2006: Erleichtert über das breite, positive, mediale Echo erfüllt sich Frampton den lang gehegten Traum, ein instrumentales Album zu veröffentlichen. Mit einer sehr langen Gästeliste erscheint nun „Fingerprints“, das zwischen Latin-Flair, schmachtenden Gitarrenrock, beseelter Darbietung und kraftvollem Einsatz pendelt und neben Matt Cameron und Mike McCready (Pearl Jam) unter anderem Features von Charlie Watts und Bill Wyman (The Rolling Stones), Warren Haynes (The Allman Bros., Govt Mule, Grateful Dead) und Hank Marvin und Brian Bennett (The Shadows) beinhaltet.

Obwohl die technischen Vorraussetzungen (Produktion, Abmischung) perfekt erfüllt werden, so ist jedem Ton anzuhören, dass er sich fest im Mainstream verankert hat und trotzdem nicht beliebig ist. Herausragend sind die Kollaborationen mit den Mitgliedern aus Pearl Jam („Black hole sun“ – ein Cover des Soundgarden-Songs, „Blowin´ smoke“), da diese Stücke einen eigenen Drive aufweisen und sich energetisch treibend vom Rest absetzen. Auch der Jazz kommt nicht zu kurz („Smoky“), von der Zusammenarbeit mit den zwei rollenden Steinen („Cornerstones“) hätte man sich allerdings mehr erwartet und auch „Double nickels“ ist nur eine unaufgeregte Darbietung des eigenen Könnens geworden. Dennoch gibt es auch Stücke wie den Bluesrocker „Blooze“, das während seiner 5 Minuten immer mehr an Fahrt gewinnt um letztendlich ein energiegeladenes Finale hinzulegen. Unterm Strich ist Framptons „Fingerprints“ ein stark in Szene gesetztes Instrumental-Werk, das zwar eingängig konzipiert, aber mit genauso viel Herzblut eingespielt wurde.

Anspieltipps:

  • Float
  • Blowin´ Smoke
  • Black Hole Sun
  • Shewango Way
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